22 April 2026
5 Minuten
Ein Wochenende in Hamburg verspricht vieles: Industrieromantik, hanseatische Gelassenheit, kulinarische Genüsse und immer wieder den Blick vom Land aufs Wasser.
22 April 2026
5 Minuten
Hamburg ist anders als viele deutsche Großstädte, denn in der Hansestadt führt kein Weg am Hafen und an der Elbe vorbei. Deswegen dreht sich ein Wochenende in Hamburg auch immer ums Wasser – von der UNESCO-Welterbestätte Speicherstadt und der futuristischen HafenCity über den Elbstrand und die Alster bis hin zu Szenevierteln wie Altona oder St. Pauli. Mal überqueren Sie eine der unzähligen Brücken und Fleete, mal spazieren Sie direkt am Ufer entlang. Mal zeigt sich die Stadt urban und schick, mal alternativ und wild. Ein Kurztrip in die Hansestadt ist eine wunderbare Gelegenheit, Hamburg und seine vielen Gesichter kennenzulernen.
Ein Wochenende in Hamburg beginnt am besten am Wasser. Im 25hours Hotel Hamburg Altes Hafenamt haben Sie die Elbe und den Hamburger Hafen quasi vor der Tür. Nutzen Sie den Freitagnachmittag und -abend also, um die Gegend rund um Ihr Hotel in aller Ruhe zu erkunden. Die Gegensätze, auf die Sie dabei stoßen, könnten kaum größer sein. Auf der einen Seite begrüßen Sie die hochmodernen, gläsernen Fassaden der HafenCity, auf der anderen Seite die Speicherstadt mit ihren schmucken Lagerhäusern aus rotem Backstein. Durch deren Kanäle oder Fleete bahnen sich noch heute Barkassen und kleine Ausflugsschiffe ihren Weg.
Wenn Sie schon am frühen Freitagnachmittag in Hamburg ankommen, gönnen Sie sich ein erstes kulinarisches Highlight in der Hobenköök, einer Mischung aus Restaurant, Markthalle und Delikatessenladen im Oberhafenquartier. Das ist ein Geheimtipp für sich: Die ehemaligen Güterhallen beherbergen heute Ateliers, kleine Läden und interessante Kreativprojekte. Brechen Sie dann in die HafenCity auf. Hamburgs jüngster Stadtteil zieht mit Baakenpark, Überseequartier und natürlich der Elbphilharmonie Menschen aus aller Welt an, nicht nur Architekturbegeisterte. Auch wenn Sie keine Vorstellung in der „Elphi“, dem auf einem ehemaligen Kaispeicher aus Backstein thronenden Opernhaus, besuchen, sollten Sie zumindest den Ausblick von der Plaza (Tickets im Voraus: 3 Euro) sehen. Diese erreichen Sie über eine 82 Meter lange, leicht bogenförmige Rolltreppe. In 37 Metern Höhe schweift Ihr Blick dann über den Hafen mit seinen Containeranlagen und die Stadt.
Perspektivwechsel: Wie schön Hamburg vom Wasser aus ist, erkennen Sie bei einer Fahrt mit einer kleinen Barkasse (ab 20 Euro, Am Sandtorkai 39). Während Sie durch den Hafen schippern, erzählt Ihnen der Kapitän unterhaltsame Geschichten.
Oder Sie steigen an den Landungsbrücken zu. Von hier aus geht es vorbei an mächtigen Werften, Containerschiffen und der Elbphilharmonie hinein in die verzweigten Kanäle, die „Fleete“, der Speicherstadt.
Reservieren Sie bei Ihrem Wochenende in Hamburg den Freitagabend für einen romantischen Spaziergangdurch die historische Speicherstadt. Dort stehen auf Eichenpfählen im Wasser rotgeklinkerte Speicher- und Lagerhallen dicht beieinander. Verbunden sind sie durch kleine Holzbrücken. Auf einer Halbinsel zwischen den Fleeten sitzt das Wasserschloss. Besonders schön und reizvoll anzusehen ist das bei Dunkelheit, wenn die backsteinroten Fassaden im warmen Licht erstrahlen und sich im Wasser widerspiegeln.
Tipp: In der Speicherstadt ist auch das Miniatur Wunderland zu Hause, eins von Hamburgs beliebtesten Museen. Wenn Sie dieses abends nach 20:00 Uhr besuchen, vermeiden Sie Wartezeiten, die tagsüber besonders am Wochenende über 2 Stunden betragen können.
Gerade wenn Sie zum ersten Mal in der Hansestadt unterwegs sind, gehört ein Spaziergang durch die Altstadt zum Pflichtprogramm. Dieser führt Sie vorbei an einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein guter Ausgangspunkt für Ihren Bummel ist der Rathausmarkt, nicht nur wegen seiner zentralen Lage oder weil sich auf dem Platz so herrlich flanieren lässt. Hier, am Rathausmarkt Nummer 1, erwartet Sie auch ein weiteres Wahrzeichen: das prunkvolle Hamburger Rathaus, das wie ein Schloss mitten in der Stadt thront. Die Fassade im Stil der Neorenaissance ist aufwendig verziert, sodass es eine Weile dauern kann, bis Sie alle Details entdecken.
Down Under in der Hansestadt: Versteckt in einer Seitenstraße in der Altstadt brunchen und lunchen Sie gemütlich mit australischem Einschlag: Bacon, Ei, Feta, Avocado, Pancakes … Dazu Kaffee aus eigener Röstung. Wenn Sie genussvoll und gemütlich in Ihr Wochenende in Hamburg starten möchten, sollten Sie unbedingt im Marshall Street Coffee vorbeischauen!
Schopenstehl 30, geöffnet Mo–Fr 8:00–16:00 Uhr, Sa–So 9:00–16:00 Uhr
Nicht weit vom Rathausmarkt entfernt reihen sich am Jungfernstieg noble Boutiquen, Traditionskonditoreien und Concept-Stores aneinander. Zwischen den Bummelnden eilen Shoppingwillige mit großen Einkaufstaschen die mondäne Promenade rauf und runter. Noch schöner aber ist der Ausblick gleich dahinter auf die Binnenalster – Hamburgs Herz – mit Alsterfontäne, Lombardsbrücke und den Ufertreppen vor hellen Fassaden. Wenn es das Wetter und die Zeit zulassen, tauschen Sie die Land- gegen die Wasserperspektive ein. Bei einer entspannten Alsterrundfahrt entdecken Sie noch mehr Seiten der Stadt.
Museumstipp: An der Binnenalster lohnt sich auch ein Abstecher, denn an deren Nordostseite sitzt die Hamburger Kunsthalle. Ein Rundgang durch die erhabenen Gänge entführt Sie auf eine Zeitreise durch acht Jahrhunderte Kunstgeschichte, von den Alten Meistern bis hin zur klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst.
Glockengießerwall 5, geöffnet Di–So 10:00–18:00 Uhr, Do 10:00–21:00 Uhr
Nur einen Katzensprung entfernt wird es alternativer und die Touristen werden weniger. Gleich hinter dem schicken Gänsemarkt erwartet Sie nämlich ein Hamburger Geheimtipp. Im Gängeviertel lebten einst Arbeiter. Heute tauchen Sie beim Streifzug durch die labyrinthartigen Hinterhöfe in eine kreative Parallelwelt aus Kultur, Geschichte und fantastischer Hamburger Streetart ein. Bevor Ihre Augen vom vielen Staunen müde werden, schlagen Sie den Weg zur Elbe mit dem Ziel Landungsbrücken ein, um ans Wasser zurückzukehren. Unterwegs passieren Sie ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: Von den Hamburgern nur schlicht „Michel“ genannt, ragt die barocke Hauptkirche St. Michaelis unweit der Landungsbrücken und dem Hafen eindrucksvoll in die Höhe. Und hält einen Rekord: Deutschlands größte Turmuhr. Der Blick vom gut 132 Meter hohen Turm über die Stadt und den Hafen ist zum Dahinschmelzen.
Für einen gelungenen Auftakt in den Samstagabend kehren Sie in der Hafenwirtschaft an den Landungsbrücken ein. Während riesige Fähren und Containerschiffe über die Elbe schippern, Möwen über den Pontons kreisen und Ihnen die frische Seeluft um die Nase weht, genießen Sie fangfrischen Fisch mit Blick aufs Wasser. Wenn die Sonne langsam am Horizont versinkt und die Kräne im Hafen zum Leuchten bringt, ist es spätestens um Sie geschehen – und Sie wollen wiederkommen.
Bei den St. Pauli-Landungsbrücken 9, täglich geöffnet von 11:30–20:00 Uhr
Bei einem Wochenende in Hamburg darf auch das Nachtleben der Stadt nicht zu kurz kommen – und dazu gehört ein Besuch in St. Pauli bzw. dem „Kiez“. Zumindest einmal sollten Sie die berühmtberüchtigte Reeperbahn entlang spazieren und die schrille Atmosphäre zwischen Schlagerclubs, Rotlichtmilieu und den Neonlichtern der Großen Freiheit einfach auf sich wirken lassen. Doch es lohnt sich auch, einmal links und rechts davon zu schauen, was der Abend wohl bringen mag. Im B-Movie flimmern alte Klassiker mit Underground-Touch über die Leinwand, bei Feinkost Schnalke gibt es tagsüber Blumen und abends Drinks, und in versteckten Galerien zeigen junge Künstler ihre Arbeiten.
Alternativ steuern Sie die „Schanze“ direkt neben St. Pauli an. Im alternativen Schanzenviertel tummeln sich am Abend viele Einheimische, die in den zahlreichen Bars und Kneipen rund um die beliebte Ausgehmeile „Schulterblatt“ das Wochenende feiern – oder in kultigen Clubs wie „Übel & Gefährlich“ im Medienbunker oder im „Grünen Jäger“ die Nacht zum Tag machen.
Shopping-Tipp: Im Schanzenviertel rund um die angesagte Sternenschanze können Sie übrigens auch hervorragend den Samstagnachmittag bummelnd in kleinen inhabergeführten Boutiquen und einzigartigen Läden verbringen und zwischendurch in einem gemütlichen Café die Leute beobachten.
Sie sind kein Langschläfer? Dann machen Sie sich doch am Sonntagmorgen auf den Weg zum legendären Fischmarkt und tauchen Sie noch einmal richtig ein ins hanseatische Lebensgefühl. Vor der historischen Fischauktionshalle beobachten Sie, wie die Hamburger um Lebensmittel, Textilien und Porzellanwaren feilschen. Und im Anschluss gönnen Sie sich noch ein typisch hanseatisches Frühstück – ein Fischbrötchen auf die Hand. Wenn Ihnen das nicht zusagt, empfängt Sie gleich um die Ecke, am Fischmarkt 11, das Team von Special Connection mit einem unglaublich leckeren Frühstücksangebot. Altona ist ohnehin ein guter Ort, wenn Sie ausgiebige Brunchs am Wochenende in Hamburg lieben.
Fischmarkt: geöffnet So 5:00–9:30 Uhr (Sommer), 6:00–9:30 Uhr (Winter)
Wenn die Sonne scheint, wird es Zeit für einen Ausflug ans Elbufer, um noch einmal Kraft für die Heimreise oder die neue Woche zu tanken. Umgeben von idyllischen Lotsenhäusern, Kurort-Architektur und norddeutschen Backsteinhäusern stecken Sie am Övelgönner Elbstrand Ihre Füße in den Sand, während vor Ihnen Schiffe auf dem funkelnden Wasser vorbeischippern. Wenn Ihnen der Strand zu voll ist, finden Sie auf dem Altonaer Balkon, 27 Meter über der Elbe, einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Vom vermutlich größten Hamburger Balkon aus blicken Sie auf den Containerhafen und das alte Hafenterminal.
Wohlfühloase in Altona: Vom Altonaer Balkon wieder den Berg hinunter stoßen Sie auf einen urigen Kiosk mit Biergarten mitten im Grünen. Die Hafenmeisterei ist genau der richtige Ort, um bei fantastischen Cocktails oder Kaffee und Kuchen die Seele baumeln und Ihr Wochenende in Hamburg Revue passiere zu lassen.
Palmaille 41, geöffnet täglich 11:30–22:00 Uhr
Auf „Schietwedder“, wie der Hamburger sagt, müssen Sie sich bei einem Wochenende in Hamburg mitunter einstellen. Doch machen Sie wie die Hanseaten einfach das Beste daraus. Die Stadt hält genug Überraschungen bereit, um sie auf alternativen Wegen zu erkunden. Rund um die Elbe erleben Sie in zahlreichen spannenden Museen, wie facettenreich Hamburg ist. Leicht mit der Abreise verbinden lassen sich zwei Museen in der Nähe des Hauptbahnhofs. Im 1877 eröffneten Museum für Kunst und Gewerbe (MK&G) dreht sich alles um Gestaltung, von der Antike bis zur Gegenwart, und in wechselnden Ausstellungen erfahren Sie mal etwas über recycelte Mode, mal glitzert es überall im Museum. Werfen Sie unbedingt vorab einen Blick in den Veranstaltungskalender!
Auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs lassen in zwei ehemaligen Markthallen, den Deichtorhallen, zeitgenössische Kunst und Fotografien die Herzen von Kunstbegeisterten höherschlagen. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie beim Anblick der historischen Gebäude und spektakulären Großausstellungen schnell die Zeit vergessen.
Besonders spannend an Hamburg ist die Bedeutung des Wassers und der Schifffahrt. Die historische Speicherstadt und die futuristische HafenCity sorgen für aufregende Kontraste, und auf einer Bootsfahrt entdeckt sich Hamburg von seinen Wasserwegen aus besonders einzigartig.
Die Speicherstadt und HafenCity lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden, ebenso wie die Altstadt. Dazwischen verfügt Hamburg über ein ausgezeichnetes ÖPNV-Netz sowie die Möglichkeit, sich nahezu überall in der Stadt ein Fahrrad oder einen Roller zu leihen.
Hamburgs wichtigste Sehenswürdigkeiten lassen sich durchaus innerhalb von zwei bis drei Tagen erkunden. Ein Wochenende in Hamburg reicht aus, um einen guten ersten Eindruck des Lebensgefühls in der Hansestadt zu bekommen – und es muss ja nicht der letzte Besuch gewesen sein!
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