29 Juni 2026
6 Minuten
Viele Straßen in Paris sind weltberühmt, andere umwerfend charmant. Schön sind sie alle, und je nach Arrondissement offenbaren sie Ihnen ein anderes Gesicht der Stadt.
29 Juni 2026
6 Minuten
Paris hat viele wunderschöne Straßen und jede einzelne von ihnen verzaubert mit ihrem eigenen Charme. Wer an die Stadt der Lichter denkt, sieht vielleicht zuerst die großen Wahrzeichen vor sich: die funkelnde Silhouette des Eiffelturms, die große Glaspyramide des Louvre, das künstlerische Flair von Montmartre und natürlich die prachtvolle Champs-Élysées.
Doch es sind die vielen kleinen und großen Straßen in den unterschiedlichen Arrondissements, die der Stadt ihren besonderen Reiz verleihen. Die Champs-Élysées ist nur die bekannteste unter ihnen. Die großen Boulevards, die historischen Gassen und die lebhaften Marktstraßen erzählen alle ihre eigenen Geschichten und laden Sie ein, immer wieder eine andere Facette der Stadt zu entdecken. Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch sieben der schönsten Straßen von Paris.
Metrostationen: u. a. Concorde oder Charles de Gaulle-Étoile
Sie ist eine der prunkvollsten Straßen Paris’ und für viele gilt sie als die schönste Einkaufsstraße der Welt: die Avenue des Champs-Élysées. Schon der Name klingt wie ein Versprechen. Beginnen Sie Ihren Spaziergang am Place de la Concorde unweit des Louvre, von wo aus die knapp zwei Kilometer lange und 70 Meter breite Prachtstraße Sie zum Arc de Triomphe de l’Étoile führt.
Auf dem Weg dorthin reihen sich edle Boutiquen wie Louis Vuitton, Dior und Hermès, herrliche Cafés, romantische kleine „Parks“ im englischen Stil und große Pariser Museen aneinander. Statten Sie der traditionsreichen Patisserie Ladurée einen Besuch ab, um die berühmten Macarons zu probieren, oder genießen Sie einen Kaffee mit Blick auf die imposanten Gebäude und die Vorbeiflanierenden. Bei diesem Anblick fällt es schwer, sich vorzustellen, dass die Champs-Élysées im 18. Jahrhundert noch ein Feldweg war.
Überblick gefällig? Um die „Les Champs“ in ihrer Gänze zu betrachten, erklimmen Sie die 284 Stufen der Wendeltreppe des Arc de Triomphe. Von der Aussichtsplattform haben Sie einen fantastischen Blick über die mondäne Straße und Paris mit dem Eiffelturm an der Seine.
Geöffnet April–September 10:00–23:00 Uhr, Oktober–März 10:00–22:30 Uhr, Dienstag ab 11:00 Uhr; Standardticket ab 16 Euro
Mehrmals jährlich wird die Avenue zum Schauplatz großer Paraden, wie am Nationalfeiertag am 14. Juli, oder sportlicher Ereignisse wie der Tour de France. Jeden ersten Sonntag im Monat verwandelt sie sich zudem in eine riesige Fußgängerzone, die Pariser bei schönem Wetter zur Flaniermeile machen.
Highlights auf der Champs-Élysées:
Metrostation: Sentier
Wenn Sie wissen möchten, was es mit der Pariser Lebensart auf sich hat, dann unternehmen Sie einen Spaziergang durch die Rue Montorgueil im Quartier du Sentier im 1. und 2. Arrondissement, nur wenige Schritte vom Louvre und Les Halles entfernt. Früher zog es berühmte Persönlichkeiten wie Proust, Balzac oder Dalí in diese Gegend.
Heute haben sich viele Start-ups hier niedergelassen, und doch zeigt sich manchmal ein fast dörflicher Charakter in der charmanten, kopfsteingepflasterten Straße mit ihren kleinen Läden, bunten Auslagen und urig-französischem Marktflair. Schon am frühen Morgen vermischen sich in der Rue Montorgueil der Duft von frischem Kaffee und Baguette, während Lieferwagen durch die malerische Fußgängerstraße rattern, um Feinkostläden, Restaurants und Straßencafés zu beliefern.
Betreten Sie die Rue Montorgueil am besten durch den markanten, begrünten Torbogen von der Rue Réaumur mit ihren einzigartigen Jugendstil-Fassaden kommend. Mischen Sie sich unter die Einheimischen, die in den Konditoreien, Käse- und Weinläden, Fisch-, Obst- und Gemüsegeschäften – über denen oft schmiedeeiserne Ladenschilder hängen – ihre Einkäufe erledigen. Machen Sie es sich anschließend in einem der Cafés oder Brasserien bei französischen Spezialitäten gemütlich und kehren Sie unbedingt auch bei Stohrer, der ältesten Patisserie in Paris, ein.
Highlights auf der Rue Montorgueil:
Metrostationen: u. a. Rue du Bac, Saint-Germain-des-Prés und Cluny - La Sorbonne
Wer am linken Seine-Ufer durch das Viertel Saint-Germain-des-Prés flaniert, stößt auf ein Paris, wie es im Bilderbuch steht. Hier schlägt das kulturelle Herz der Stadt. Lange Zeit war die Gegend rund um den majestätischen Boulevard Saint-Germain, eine der bekanntesten Straßen Paris’, ein Treffpunkt für Künstler, Philosophen und Literaten. Sie ließen sich in ikonischen Cafés wie dem Café de Flore oder dem Les Deux Magots im Schatten der Abtei Saint-Germain-des-Prés (verpassen Sie nicht den farbenfrohen Kirchbau!) vom Pariser Leben inspirieren.
Folgen Sie den Spuren von Sartre, de Beauvoir, Hemingway und Picasso und flanieren Sie unter Platanen über den Boulevard Saint-Germain, der sich auf gut drei Kilometern durch das Viertel zieht. Links und rechts reihen sich traditionsreiche Cafés, renommierte Buchhandlungen, Modeboutiquen und Antiquitätengeschäfte.
Abbiegen lohnt sich: In den schmalen Seitenstraßen des Boulevards verstecken sich weitere hübsche Straßen Paris' wie die quirlige Rue de Buci, die Rue de Seine mit ihren vielen modernen Galerien oder die Rue Bonaparte mit ihren großen Stadthäusern, kleinen Boutiquen und ganzen 15 denkmalgeschützten Stätten.
Wenn Sie gar nicht genug vom Pariser Flair bekommen können, übernachten Sie am besten in einem der mondänen Hotels in diesem Viertel. Vom Hôtel Mercure Paris Notre-Dame Saint-Germain-des-Prés etwa haben Sie den Boulevard direkt vor der Hoteltür und sind nur einen Spaziergang von beliebten Pariser Sehenswürdigkeiten wie der Île de la Cité mit der Kathedrale Notre-Dame de Paris oder dem Jardin du Luxembourg entfernt.
Highlights auf dem Boulevard Saint-Germain:
Wenn Sie das ursprüngliche Paris erleben möchten, sollten Sie sich auf den Weg in das 3. und 4. Arrondissement machen: Zwischen Place de l'Hôtel de Ville, Place de la République und Place de la Bastille erstreckt sich mit dem Marais eine der schönsten Ecken der Stadt. Viele kennen diesen historischen Stadtteil auch als jüdisches Viertel. Vor allem die charmanten Bistros, hippen Cafés und besonderen Boutiquen ziehen Einheimische und Zugereiste an, doch besonders quirlig geht es auf der Rue des Francs-Bourgeois zu, die entlang der alten Stadtmauer von König Philippe Auguste verläuft.
Wenn Sie vom Centre Pompidou kommend in die Rue Rambuteau abbiegen und immer geradeaus in Richtung Place des Vosges flanieren, stoßen Sie auf diese herrliche Straße in Paris. Die Rue des Francs-Bourgeois ist berühmt für ihre ausgefallenen, inhabergeführten Modeboutiquen und Parfümerien – und ihre prachtvollen, historischen Herrenhäuser, die sogenannten Hôtels particuliers. Sie dienen heute als Kunstgalerien und Museen.
Unser Tipp: Machen Sie Halt im Hôtel de Soubise, einem wahren Kleinod mit zauberhaftem Garten. Hier ist das Nationalarchiv (Musée des Archives Nationales) zu Hause, das Ihnen Einblicke in die französische Geschichte gewährt.
60 Rue des Francs-Bourgeois, geöffnet Mo, Mi, Do, Fr 10:00–17:30 Uhr, Sa–So 14:00–17:30 Uhr
Sie brauchen eine Pause vom vielen Staunen und Bummeln durch die Straßen von Paris? Kehren Sie einfach in ein Bistro oder eine Crêperie ein, von denen es einige rund um die Rue des Francs-Bourgeois gibt. Am Ende der Straße sitzt der Place des Vosges, einer der fünf königlichen Plätze Paris’. Nehmen Sie wie die Pariser auf einer schattigen Bank Platz und beobachten Sie die Menschen um sich herum.
Highlights auf der Rue des Francs-Bourgeois:
Metrostationen: u. a. Saint-Paul und Hôtel de Ville
Bleiben wir noch einen Moment im Marais. Dem Pariser Lebensgefühl ganz nah kommen Sie auf der Rue Vieille du Temple, einer charmanten Querstraße der Rue des Francs-Bourgeois, deren gut erhaltene Bürger- und Stadthäuser mit aufwendig gestalteten Fassaden den historischen Charakter des Viertels gut widerspiegeln. Hier stehen vor typisch französischen Bistros und Bars kleine Tische auf den Gehwegen. Dazwischen empfangen Sie Buchhandlungen, Concept Stores, Vintageläden und Streetart.
Am besten lassen Sie sich in diesem Mix aus Alt und Neu einfach treiben. Gleich hinter dem prächtigen Hôtel de Salé zeigt das Musée Picasso eine unvergleichliche Sammlung des spanischen Malers. Einer kulinarischen Tradition der Franzosen frönen Sie in dieser Straße in Paris ebenfalls. Im Breizh Café schlemmen Sie in einladender, gemütlicher Atmosphäre Crêpes und Galettes in verschiedensten Variationen.
Breizh Café: 109 Rue Vieille du Temple, täglich geöffnet 09:00–23:00 Uhr
Um die Ecke: Nur einen Steinwurf von der Rue Vieille du Temple schlendern Sie im Marché couvert des Enfants Rouges durch einen der ältesten überdachten Märkte von Paris. Das Streetfood ist göttlich.
39 Rue de Bretagne, täglich geöffnet außer montags
Highlights auf der Rue Vieille du Temple:
Le Pinceau: 3 Rue Dénoyez, geöffnet Mo–Sa 18:00–0:00 Uhr
Wenn Sie vom Marais in Richtung Canal Saint-Martin spazieren, wird es im 20. Arrondissement, gleich um die Ecke der Metrostation Belleville, plötzlich kunterbunt. In der etwas versteckten, kopfsteingepflasterten Rue Dénoyez zwischen dem idyllischen Quai de Valmy und dem Cimetière du Père Lachaise zieren bunte Graffitis und originelle Wandmalereien die Häuserfassaden.
Ein Bummel durch diese Pariser Straße lässt sich wunderbar mit einem Besuch der Galerie „Friches et nous la paix“ (Nr. 9) verbinden. In wechselnden Ausstellungen widmet sich dieser Kunstort ebenfalls Streetart und zeitgenössischer Kunst. Die Straße ist gesäumt von einigen kleinen Pariser Straßencafés, Brasserien und Bistros. Da sich die Rue Dénoyez etwas außerhalb des Zentrums befindet, verirren sich nicht so viele Touristen hierher, sodass Sie in dieser kurzen Straße in aller Ruhe einen kulinarischen Geheimtipp entdecken können: Im charmant-kleinen Restaurant Le Pinceau bekommen Sie originelle Küche aus frischen, regionalen Zutaten zu köstlichen Naturweinen serviert – ein Genuss für den Gaumen.
Highlights auf der Rue Dénoyez:
Metrostation: Lamarck - Caulaincourt
Unterhalb der Basilika Sacré-Cœur schlängelt sich die Rue de l'Abreuvoir vom Place Dalida zur Rue Girardon durch das malerische Montmartre. Farbenfrohe, mit Efeu bewachsene Häuser säumen die kopfsteingepflasterte Gasse, die für viele eine der romantischsten Straßen von Paris ist und den Blick auf die strahlend weiße Kuppel der Basilika freigibt.
Folgen Sie dem geschwungenen Straßenverlauf, vorbei am legendären La Maison Rose. Das strahlend rosafarbene Café ist eng verbunden mit der Geschichte des Künstlerviertels und diente einst auch als Atelier. Hier gingen unter anderem Pablo Picasso, Édith Piaf und Jacques Brel ein und aus. Vor allem in den Morgenstunden, wenn es noch ruhig ist und die Sonne die Straße in ein sanftes Licht taucht, spüren Sie einen Hauch des früheren Montmartre, aus jener Zeit, als sich hier vor allem Künstler tummelten.
2 Rue de l'Abreuvoir, täglich geöffnet 12:00–14:30 Uhr, 15:30–17:30 Uhr, 18:00–21:30 Uhr
Funfact: In der Netflix-Serie „Emily in Paris“ haben das La Maison Rose und der Place Dalida ihren großen Auftritt – perfekt um sich bei einem Fernsehabend mit Baguette, Brie und Wein auf Ihren Urlaub in Paris einzustimmen.
Highlights auf der Rue de l’Abreuvoir:
Paris’ Straßen erzählen Geschichten: von den schillernden Boulevards bis zu den stillen Seitengassen, in denen es plötzlich nach frischen Baguettes riecht und in dem kleinen Bistro um die Ecke ein lautes Lachen ertönt. In Pariser Straßen ist der Weg oft das Ziel und Shopping-Fans kommen ebenso auf ihre Kosten wie Feinschmecker und Café-Liebhaber.
Die wohl berühmteste Straße in Paris ist die Champs-Élysées, eine knapp zwei Kilometer lange Prachtstraße zwischen Place de la Concorde und Triumphbogen. Sie gilt als Symbol für die Stadt und wird oft als „schönste Straße der Welt“ bezeichnet.
Oft werden die Champs-Élysées als schönste Straße der Welt gefeiert, weil sie Monumente, Theater, Luxusboutiquen und Cafés auf einem breiten, baumbestandenen Boulevard vereint. Viele Paris-Kenner schwören allerdings auch auf kleinere, stimmungsvollere Straßen – etwa charmante Gassen in Saint-Germain oder im Marais.
Der Eiffelturm selbst befindet sich offiziell in der Avenue Anatole France Nummer 5. Für den ikonischen Fotoblick auf den Turm ist jedoch besonders das westliche Ende der Rue de l’Université bekannt, das direkt auf den Eiffelturm zuführt und häufig auf Postkarten und in sozialen Medien zu sehen ist.
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