Bern entdecken: 9 Top-Sehenswürdigkeiten zwischen Altstadt und Aare

Malerische Altstadt, Bären und Alpenblick – Bern ist eine der gemütlichsten Hauptstädte Europas und verbindet Geschichte, Kultur und Natur auf kurzen Wegen.

Fast so, als wolle sie Bern umarmen, schlängelt sich die Aare um den mittelalterlichen Stadtkern. Über dem Fluss erhebt sich auf einer inselgleichen Anhöhe die Altstadt mit ihren Sandsteinfassaden und Laubengängen, darunter liegen kleine Uferwege und Brücken.


Obwohl Bern die Hauptstadt der Schweiz ist, erkundet man sie am besten zu Fuß. Denn bei einem Spaziergang durch die Innenstadt flanieren Sie bereits an vielen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Bern vorbei. Oder man blickt von oben auf sie, von einem der vielen Aussichtspunkte wie dem Hausberg Gurten.


Streifen Sie mit uns durch die idyllische Altstadt, vom Zytglogge über das Münster bis zum schönsten Aussichtspunkt der Stadt, probieren Sie lokale Spezialitäten und erleben Sie ein Bern, das von Großstadtallüren angenehm unbeeindruckt bleibt.

1. Durch die Gassen der Berner Altstadt schlendern

In der Aareschlaufe erstreckt sich der historische Stadtkern von Bern – und das auf mehreren Ebenen. Allein hier gibt es so viel zu sehen, dass Sie gut einen halben Tag bummelnd verbringen können. Wenn Sie vom Bahnhof kommend durch die Spitalgasse und weiter in Richtung Marktgasse gehen, sind Sie nach wenigen Minuten mittendrin in der Berner Altstadt.

Gut rumkommen: Wenn Sie Ihr Quartier in einem zentrumsnahen Hotel wie dem Swissôtel Kursaal Bern aufschlagen, lassen sich die Altstadt und andere Sehenswürdigkeiten in Bern bequem zu Fuß erkunden.

Der Weg durch die Altstadt führt auf kopfsteingepflasterten Gassen an weißen Sandsteinfassaden vorbei durch die für Bern typischen Arkadengänge, unter denen Sie selbst bei Regen kleine Boutiquen, Cafés und Buchhandlungen gemütlich entdecken. Aneinandergereiht bilden sie eine der längsten überdachten Einkaufsstraßen der Welt. Dazwischen plätschern Figurenbrunnen aus der Renaissance und kleine Seitengassen nehmen Sie mit hinunter zur Aare. Die Berner Altstadt ist eines der eindrucksvollsten Beispiele mittelalterlichen Städtebaus in Europa und darf sich seit 1983 sogar UNESCO-Weltkulturerbe nennen.

2. Die Kramgasse durchstreifen

Eine der Hauptachsen durch die Altstadt ist die Kramgasse, die Sie am besten von der Kreuzgasse kommend durchspazieren. Auf Ihrem Weg passieren Sie gleich mehrere sehenswerte Brunnen wie den Zähringerbrunnen, auf dem ein behelmter Bär stellvertretend für die Stadtgründer die Fahne trägt. Zwischendurch wandert der Blick nach oben, wo an den hübschen Fassaden Schweizer Flaggen im Wind baumeln.


Noch etwas aufregender ist es eine Etage tiefer in den Gewölbekellern. Wo früher Waren lagerten, besuchen Sie heute charmante Bars und Cafés, kleine Galerien und Shops, die Sie allerdings nur über steile Treppen von der Straße aus erreichen.

Ebenfalls spannend: Albert Einstein lebte in Bern, als er mit seiner Relativitätstheorie unsere Vorstellungen von Raum und Zeit revolutionierte. In der Kramgasse 49, im Einsteinhaus, wandeln Sie durch die ehemaligen Wohnräume des Nobelpreisträgers.


Täglich geöffnet 10:00–17:00 Uhr

3. In der Zytglogge mittelalterliche Handwerkskunst bewundern

Folgen Sie der Kramgasse bis zu ihrem Westende, erblicken Sie den Zytgloggen. Im Mittelalter empfing der berühmte Zeitglockenturm mit Astrolabium und Glockenspiel als Wehrturm und Stadttor auswärtige Gäste. Heute zählt er zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Bern, und er ist auch ein hervorragendes Beispiel für das traditionsreiche Schweizer Uhrenhandwerk.


Zu jeder vollen Stunde steht meist eine gespannt wartende Menschentraube vor dem Uhrenturm und blickt neugierig nach oben zum Figurenspiel: tanzende Bären, ein Narr, ein krähender Hahn und Chronos, der Gott der Zeit. Bei einer Stadtführung erklimmen Sie unter dem Klacken des 149 Kilogramm schweren Pendels die rund 130 Stufen, die an dicken Steinmauern vorbei nach oben führen und die mittelalterliche Mechanik offenlegen – Rundblick über die Stadt inklusive.

  • Bim Zytglogge 1; rund um die Uhr geöffnet, Führungen ab 12,00 CHF

4. Hochgefühle im Berner Münster wecken

Nur wenige Meter weiter erhebt sich das Berner Münster. Der erste Eindruck: ganz schön groß. Die gotische Kathedrale ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Bern und besitzt mit einer Turmhöhe von 100 Metern den höchsten Kirchturm der Schweiz. Besteigen können Sie den Turm bis auf 64 Meter. Von der Aussichtsplattform trennen Sie allerdings 344 Stufen, doch der Ausblick über das Dächermeer der Altstadt, die Aare und die verschneiten Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau ist jede Mühe wert.


Die ganze Dimension des sakralen Prachtbaus erschließt sich bei einem Rundgang: Im Hauptportal erzählen Hunderte Sandsteinfiguren vom Jüngsten Gericht, mehr als 80 spätmittelalterliche Figuren zieren das Chorgewölbe und durch die im Original erhaltenen kunstvollen Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert zeichnet die Sonne ein farbiges Muster auf den Kirchenboden.

  • Münsterplatz 1; geöffnet Mo–Sa 10:00–16:30 Uhr, So 11:30–17:00 Uhr (letzter Aufstieg 16:30 Uhr)

Piazza-Feeling: An Sommertagen füllt sich nebenan die Münsterplattform, auch „Pläfe“ genannt. Sie können Kaffee trinken, den Bernern beim Boule-Spielen zusehen oder unter großen Kastanienbäumen sitzend die Aussicht auf die Aare und die Berge genießen.

5. Die Gegensätze im Mattequartier spüren

Etwas abgeschottet vom Rest der Altstadt, zwischen dem Bärengraben Bern und dem Münster, kuschelt sich das Mattequartier ans Aare-Ufer. Über die Mattentreppe gelangen Sie 183 Holzstufen hinab zur Badgasse, von der aus sich die schmalen Gassen und charmanten Plätze der „Matte“ entlang der Aare erstrecken. Sie alle erzählen von einer Zeit, in der Fischer, Handwerker und arme Leute durch das Viertel zogen – und in der man eine Geheimsprache namens Mattenenglisch erfand, um vor der Oberschicht Geheimnisse zu bewahren.


Vielleicht schnappen Sie bei einem Spaziergang durch das lauschige Viertel das eine oder andere Wort Mattenenglisch auf, auch wenn sich inzwischen in den kleinen Lokalen und bezaubernden Läden zwischen Architekturbüros, Ateliers und Werbeagenturen vor allem Kreative und Hipster tummeln.

Mit der Senkeltram zurück in die Altstadt: Seit mehr als 130 Jahren lassen sich die Berner mit dem Mattelift, im Volksmund auch Senkeltram, zwischen Mattequartier und Münsterplattform hin und her fahren und legen dabei gut 31 Höhenmeter zurück. Eine Einzelfahrt kostet 1,50 CHF.

6. Den Sonnenuntergang vom Rosengarten aus beobachten

Die wohl bekannteste Aussicht über Bern haben Sie vom Rosengarten, weshalb der Garten auf der Liste mit den schönsten Sehenswürdigkeiten in Bern nicht fehlen darf. Natürlich ist der Rosengarten auch ohne untergehende Sonne einen Besuch wert: zur Kirschblüte im Frühling, im Sommer, wenn unzählige duftende Rosenstöcke in sämtlichen Rot- und Rosatönen blühen, oder das Farbenspektakel im Herbst. Doch der Blick von hier über Bern an lauen Sommerabenden, wenn sich das Abendrot über die Stadt legt und die UNESCO-gekürten Altstadtgassen mit ihren roten Schindeldächern zwischen den Aare-Armen zum Strahlen bringt, ist einfach magisch. Lassen Sie sich zwischen den Einheimischen auf den Bänken oder der Parkmauer nieder und bei einem Picknick, Bier oder Wein den Blick in die Ferne schweifen.

Selfie mit Einstein: Am schönsten sitzt es sich neben Einstein auf der Einsteinbank im Rosengarten – zumindest für ein kurzes Erinnerungsfoto mit dem Berner Panorama im Hintergrund.

Wenn der Hunger anschließend groß ist, kehren Sie im Alten Tramdepot unweit des Rosengartens ein. In einer ehemaligen Tramhalle genießen Sie Craftbiere, Rösti, Burger und weitere Gerichte (auch vegane) aus regionalen Zutaten, während vor Ihren Augen das Trambier gebraut wird.

  • Altes Tramdepot: Grosser Muristalden 6; täglich geöffnet 11:00–23:00 Uhr

7. Im BärenPark die pelzigen Stars der Stadt entdecken

Wie türkisblau die Aare wirklich ist, sehen Sie an manchen Tagen, wenn Sie vom Mattequartier kommend die Nydeggbrücke überqueren. Am Aare-Hang auf der gegenüberliegenden Seite tollen echte Braunbären auf der Wiese herum – und das mitten in der Stadt. Vor allem bei den Kleinen ist die Freude groß, wenn sie im BärenPark (Bärengraben) das Berner Wappentier auf Bäume klettern oder im Wasserbecken planschen sehen.

  • Grosser Muristalden 4; rund um die Uhr geöffnet; Eintritt frei; barrierefrei zugänglich

8. An Regentagen durch die Berner Museen tingeln

Zwischen Helvetiaplatz und Kirchenfeldstrasse schlägt das kulturelle Herz der Stadt. Hier haben sich auf engstem Raum gleich mehrere Museen angesiedelt, für die Sie sich den Museumsquartier-Pass (30 CHF) holen sollten. Zu den beliebtesten zählen:

  1. Die hochkarätige Kunstsammlung mit Werken von Dalí, Matisse und Picasso des Kunstmuseums Bern schickt Sie auf eine Reise von der Gotik bis zur Gegenwart.
  2. Gegenüber, im burgähnlichen Bernischen Historischen Museum, tauchen Sie in die vielschichtige Kulturgeschichte der Stadt ein.
  3. Und im Museum für Kommunikation lernen Sie auf drei Etagen interaktiv alles über – der Name verrät es schon – unsere Kommunikation: von den ersten Postkutschen übers Morsen bis hin zum Internet.

Etwas außerhalb gelegen, aber für Fans des schweizerisch-deutschen Malers ein Muss, ist das Zentrum Paul Klee. Schon von Weitem gut sichtbar sind die drei gigantisch geschwungenen Wellen des vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfenen Museumsgebäudes aus Glas und Edelstahl. Drinnen haben die Berner in mehreren Sälen die weltweit größte Klee-Sammlung mit gut 4.000 Werken aufgebaut. Immerhin verbrachte der Maler mehr als die Hälfte seines Lebens in Bern.

  • Monument im Fruchtland 3; geöffnet Di–So 10:00–17:00 Uhr; Eintritt 20 CHF (ermäßigt ab 7 CHF)

9. Bern kulinarisch erkunden

Liebe geht durch den Magen, auch in einer Stadt wie Bern. Denn so vielseitig wie ihre Sehenswürdigkeiten sind auch ihre Spezialitäten. Auf einer kulinarischen Erkundungstour durch Bern kommen Sie nur schwer an diesen lokalen Leckereien vorbei:

  • Berner Platte: Deftig und geschichtsträchtig ist dieses Gericht, bei dem Bohnen, Sauerkraut, Wurst, Speck und Rippli auf den Teller kommen. Stadtbekannt für seine „Platte“ ist der Kornhauskeller, wo Sie das üppige Fleischgericht und andere Berner Spezialitäten im Gewölbekeller essen.
  • Berner Rösti: Für viele Schweizer ist es das Nationalgericht und jeder Kanton beansprucht für sich, das perfekte Rösti-Rezept zu besitzen. Einst als typisches Bauernfrühstück serviert, finden Sie es mittlerweile in sämtlichen Variationen – in Bern ist es besonders knusprig.
  • Mandelbärli: Luftig-leichtes Mandelgebäck gibt es zum Frühstück, Nachtisch oder als süßen Snack zwischendurch, und das in über 20 Varianten, darunter Ananas, Irish Cream und Zitrone. Die süßen Botschafter der Stadt sind auch ein großartiges Mitbringsel.

Eine schöne Gelegenheit, Bern von seiner kulinarischen Seite kennenzulernen, sind auch die Wochenmärkte. Auf dem Bundesplatz, dem Bärenplatz und in den Gassen der Altstadt machen die Berner seit Generationen ihren Wocheneinkauf.

Planen Sie Ihre Tour zu den Sehenswürdigkeiten von Bern

Aufenthalt

Empfohlene Route

Tipp

Tagestrip

Altstadt, Kramgasse mit Zytglogge, Berner Münster und Münsterplattform, Nydeggbrücke, BärenPark, Rosengarten zum Sonnenuntergang

Konzentrieren Sie sich auf die Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Bern, die sich gut zu Fuß erkunden lassen. So lernen Sie einige der schönsten Ecken der Stadt kennen und können zwischendurch auch einfach mal stehen bleiben und alles auf sich wirken lassen.

Wochenendtrip

Freitag: Altstadtbummel, Zytglogge, Münster, Mattenquartier, Nydeggbrücke, BärenPark, Rosengarten

Samstag: Marktbesuch, Museumsviertel, Aare-Spaziergang oder Gurten-Ausblick

Sonntag: Brunchen, Badi-Besuch oder Zentrum Paul Klee

Wählen Sie ein zentrumsnahes Hotel wie das ibis Styles Bern City, von wo aus Altstadt, Restaurants und Museen in wenigen Spazierminuten erreichbar sind. Praktisch ist auch eine Tram- oder Bushaltestelle in der Nähe.

 

 

Dank der zentralen Lage im Herzen der Schweiz ist Bern nicht nur ein lohnendes Städteziel, sondern auch das perfekte Sprungbrett für Tagesausflüge. In weniger als einer Stunde bringt Sie die verlässliche Schweizer Bahn zu unzähligen Sehenswürdigkeiten außerhalb von Bern. Wie wäre es mit einer Besichtigung des berühmten Wasserturms in Luzern, einem sommerlichen Badeausflug zum Rhein in Basel oder einem Drink in der hippen Roten Fabrik in Zürich?

Häufig gestellte Fragen

Was sollte man in Bern gesehen haben?

Natürlich die Altstadt von Bern mit all ihren Sehenswürdigkeiten! Allerdings lohnen sich auch Ausflüge in umliegende Viertel wie das Uferviertel Lorraine, das für Graffitis und farbenfrohe Gebäude bekannt ist, oder das hippe Quartier Länggasse.

Wofür ist Bern am bekanntesten?

Für seine UNESCO-Altstadt mit dem Zeitglockenturm und dem Münster. Seit 1848 tagt hier die Schweizer Regierung.

Was ist das älteste Gebäude in Bern?

Der Lenbrunnen, der 1992 wiederentdeckt und anschließend freigelegt wurde, ist das älteste erhaltene Baudenkmal. Sie erreichen ihn während der Öffnungszeiten durch den Haupteingang der Staatskanzlei. Die turmartige Zisterne ist noch ein Geheimtipp unter den Sehenswürdigkeiten in Bern.

Reiseideen

Entdecken Sie die schönsten Destinationen und reisen Sie ohne Kompromisse – den Trends immer einen Schritt voraus. Von den entlegensten Ecken der Welt bis hin zu Ausflugszielen ganz in Ihrer Nähe: Lassen Sie sich von unserer Auswahl an Hotels, Reiseführern und praktischen Tipps zu Ihrem nächsten Abenteuer inspirieren.