14 Juli 2026
3 Minuten
Das Schwimmen im Rhein ist Volkssport in Basel. Lassen auch Sie sich auf einer der schönsten Freiluftbahnen an Altstadtfassaden vorbei und unter Brücken hindurch treiben.
14 Juli 2026
3 Minuten
Sommer in Basel bedeutet Spaziergänge am Wasser, Abkühlung im Fluss und Cocktails in hippen Strandbars. Kaum eine andere Stadt verbindet urbanes Flair und sinnliche Flussabenteuer so selbstverständlich. Hier gehört es in den warmen Monaten einfach dazu, sich mit einem bunten Wickelfisch – der Basler Version eines Schwimmsacks – in den Rhein zu stürzen, sich treiben zu lassen und die Stadt vom Wasser aus zu erleben.
Mitmachen darf jeder, die Regeln sind überschaubar, und das Erlebnis bleibt garantiert lange in Erinnerung. Einfach Badesachen unter der Kleidung anziehen, einen bunten Schwimmsack besorgen, zum Fluss spazieren, Kleidung und Wertsachen im Schwimmsack verstauen, und schon kann es losgehen: das Sightseeing der anderen Art.
Volkssport mit Tradition: Das Rheinschwimmen geht auf das 15. Jahrhundert zurück, als Nonnen an heißen Tagen mit ihrem Bad im Rhein öffentliches Aufsehen erregten. Danach war das Schwimmen im Fluss lange verboten. Erst in den 1930er-Jahren wurde der Rhein wieder für Schwimmer freigegeben.
Rheinschwimmen in Basel ist weniger Sport und mehr sinnliches Erlebnis. Sobald Sie ins Wasser steigen, spüren Sie die kräftige Strömung, die Sie sanft mitnimmt – nicht hektisch, sondern bestimmt. In den ersten Sekunden prickelt es kalt auf der Haut, dann stellt sich eine wohlige Balance ein: Kopf über Wasser, Blick auf die Skyline, der Körper vom Fluss getragen.
Gross- und Kleinbasel: Der Rhein trennt die historische Altstadt Basels in das seit jeher klassischere Grossbasel, das früher Klerus und Oberschicht vorbehalten war, und das bodenständigere und jüngere Kleinbasel, das einst Arbeiter- und Einwandererviertel war.
Während Sie die Strömung an den imposanten Fassaden der Altstadt vorbeiträgt, hören Sie gedämpftes Stadtleben: das Klappern von Geschirr aus den hippen Cafés am Kleinbasler Ufer, Gesprächsfetzen von den Ufertreppen, vielleicht eine kleine Band, die in einer der Strandbars den Feierabend einläutet. Im Kontrast dazu stehen das klare Wasser und das gleichmäßige Ein und Aus Ihres Atems, der Sie immer wieder ins Hier und Jetzt zurückholt. Sie fühlen sich frei, und zugleich spüren Sie eine Art Ehrfurcht vor der Kraft des Wassers.
Der beliebteste Einstieg in den Fluss befindet sich unterhalb des Museums Tinguely. Hier beginnt der für Schwimmer freigegebene Teil des Flusses, und eine breite Treppe führt direkt in einen der empfohlenen Schwimmbereiche hinab.
Design- & Kulinarikabstecher: Nur 20 Gehminuten vom Einstieg beim Museum Tinguely entfernt liegt das Pullman Basel Europe, wo Sie im designaffinen Ambiente übernachten und sich im Bistro Europe stärken können, bevor oder nachdem Sie im Rhein in Basel schwimmen waren.
Sobald Sie unterhalb des Museums den Sprung ins kühle Nass geschafft haben, treiben Sie fast drei Kilometer flussabwärts. Die Bojen markieren die Schwimmzonen und helfen Ihnen, sich zu orientieren, damit Sie im sicheren Bereich auf der rechten Flussseite, dem Kleinbasler Ufer, bleiben. Die letzte offizielle Ausstiegsstelle liegt bei der Dreirosenbrücke. Sie können auch schon früher aussteigen, zum Beispiel bei der Johanniterbrücke auf Höhe Leuengasse.
Gut zu wissen:
So leicht und spaßig das Treiben beim Schwimmen im Rhein in Basel auch aussieht, so gefährlich kann es werden, wenn der Leichtsinn übernimmt. Der Rhein ist ein mächtiger Strom, und die Behörden empfehlen das Schwimmen im Rhein in Basel ausdrücklich nur sicheren Schwimmern mit guter Kondition. Die Strömung kann stark sein, der Schiffsverkehr ist dicht, und spontane Wetterumschwünge verändern die Bedingungen schnell.
Ohne ein paar Grundregeln geht es daher nicht:
Und hier noch ein paar Tipps für ein entspanntes Treibenlassen:
Vielleicht fragen Sie sich auch, ob der Rhein in Basel sauber genug zum Schwimmen ist? Die Antwort lautet: Ja, das ist er. Dank strenger Umweltauflagen und laufender Kontrollen weist der Rhein in den freigegebenen Schwimmbereichen im Sommer in der Regel eine gute bis sehr gute Wasserqualität auf.
Jedes Jahr im August zelebrieren die Menschen in Basel das Schwimmen im Rhein. Beim offiziellen Basler Rheinschwimmen der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) wagen mehrere Tausend Menschen gemeinsam den Sprung ins kühle Nass.
Wenn Sie sich an diesem Tag zu den Tausenden dazugesellen, erleben Sie so etwas wie ein ausgelassenes Sommerfestival im Wasser. Überall um Sie herum treiben bunte Wickelfische, die Stimmung ist top, Familien verbringen Qualitätszeit im Wasser, und alle zusammen pflegen eine geliebte Tradition, die zu einem Teil der sommerlichen Stadtkultur geworden ist. Gleichzeitig ist alles durchorganisiert: mit Sicherheitsbooten, klar definierten Ein- und Ausstiegen und Start nur bei geeigneten Bedingungen.
Das Schwimmen im Rhein ist der ideale Programmpunkt an einem warmen Sommerwochenende in Basel. Spazieren Sie morgens durch die wunderschöne Altstadt, gönnen Sie sich einen gemütlichen Lunch am Flussufer und besuchen Sie das Museum Tinguely, bevor Sie den Sprung in den Fluss wagen: entweder mit Wickelfisch, um sich treiben zu lassen, oder Sie plantschen in einem der beiden Rheinbäder St. Johann und Breite.
Zentral übernachten: Zwischen dem Rheinbad Breite und dem Altstadtteil Grossbasel liegt das elegante und gemütliche Mövenpick Hotel Basel, in dem Sie mitten im Geschehen sind und nach einem langen Tag in der Stadt und am Fluss zur Ruhe kommen können.
Nach Ihrem Schwimmabenteuer machen Sie es am besten wie die Einheimischen: Setzen Sie sich auf eine der Treppen am Rheinufer und beobachten Sie den Sonnenuntergang, bis Ihre Badesachen trocken sind. Dann holen Sie Ihr Outfit aus dem Wickelfisch, schlüpfen hinein und gönnen sich einen gemütlichen Sundowner in einer Strandbar oder ein köstliches Abendessen in einem Restaurant am Flussufer.
Rheinschwimmen ist mehr als eine spontane Abkühlung. Für Besucher der Stadt ist es eine Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln und Basel so zu erleben, wie es sonst nur die Einheimischen tun. Und auch vom Ufer aus sind die bunten Wickelfische samt Besitzer ein Schauspiel, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
„Wer schwimmen will, muss zu den Flüssen gehen.“ – Isaac Newton
Ja, im Rhein in Basel ist Schwimmen in klar definierten Zonen erlaubt und eine beliebte Aktivität im Sommer. Voraussetzung ist, dass Sie gut schwimmen können und ein paar Regeln folgen, zum Beispiel, dass Sie Brückenpfeiler großzügig umschwimmen, in Ufernähe bleiben und Abstand zu Schiffen und Booten halten.
Schwimmen ist in klar abgegrenzten Bereichen erlaubt, etwa zwischen dem Einstieg beim Museum Tinguely und dem letzten Ausstieg kurz vor der Dreirosenbrücke. Dazu kommen mit Bojen begrenzte Zonen rund um die städtischen Badehäuser. Der Rheinhafen, Stauwehre und alle Bereiche außerhalb der Markierungen sind für Schwimmer tabu.
Der beliebteste Einstieg befindet sich unterhalb des Museums Tinguely am Schaffhauserrheinweg. Einheimische nennen ihn oft auch „Beach“. Hier führen breite Treppen ins Wasser und die Anbindung mit Bussen ist gut. An heißen Tagen kann der Andrang hier groß sein, vor allem in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden.