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Roadtrip durch die Schweiz: kleine Grand Tour

Die Schweiz bietet doch eigentlich alles für Urlaub im eigenen Land: fantastische Bergpanoramen, Nationalparks, glitzernde Seen vor malerischer Kulisse und Chalet-Dörfer mit Charme. Außerdem ist – auch aufgrund der Mehrsprachigkeit – das kulturelle und kulinarische Angebot groß. Die Grand Tour of Switzerland führt auf knapp 1700 Kilometern durch alle Landesteile. Für diejenigen, die vielleicht nur eine Woche Urlaub haben, kommt hier ein Vorschlag für eine kürzere Variante: der westliche und südliche Teil der Grand Tour, mit Startpunkt in Genf.

Roadtrip Genf bis Zermatt

Genf: Diplomatie-Zentrum vor malerischer Kulisse

Startpunkt der kleinen Variante der Grand Tour ist die französischsprachige Stadt Genf. Genf ist weltoffen und international – natürlich auch wegen des europäischen Sitzes der UNO und vieler weiterer wichtiger internationaler Organisationen. Unverwechselbares Symbol der Stadt ist der Jet d’Eau, eine Wasserfontäne mit einem 140 Meter hohen Strahl, der das Wasser mit einer Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern in den See katapultiert.
Wasserfontäne

Viele der weiteren symbolträchtigen Orte der zweitgrößten Stadt in der Schweiz liegen natürlich in der Genfer Altstadt, der Vieille-Ville:
  • Kathedrale Saint-Pierre
  • Bastionenpark
  • Haus Tavel
  • Calvin College
Die Kathedrale St. Pierre – oder auf Deutsch St. Peter – darf bei einem Bummel durch die Altstadt nicht fehlen. Ihr Bau erstreckte sich von 1160 an fast über ein ganzes Jahrhundert, während der Reformation war sie protestantischer Glaubensort. Tipp: Von der Turmspitze aus haben Sie einen fabelhaften Rundumblick über die Stadt. Ab dem 19. Juni hat die Kirche täglich wieder von 12.30 – 17.30 Uhr geöffnet.
Falls Sie nicht unbedingt auf der Rue du Rhone bei Gucci und Prada vorbeischauen möchten, sollten Sie die Viertel Plainpalais und Paquis ansteuern. Hier geht es bunter und multikulturell zu – entsprechend bunt und vielseitig ist das Angebot an Geschäften und Restaurants. Immer mittwochs und samstags findet übrigens auf der Plaine de Plainpalais einer der größten Flohmärkte der Schweiz statt, auf dem es auch tolle Vintage Schnäppchen gibt. Informieren Sie sich allerdings vorab am besten bei der Genfer Touristen Information, ob der Flohmarkt wie gewohnt aufgrund von Corona wieder stattfindet. 
Wenn Ihnen am Nachmittag nun nach einem Spaziergang entlang von Blumen und Pflanzen ist, sollten Sie den Englischen Garten besuchen. Er erstreckt sich auf 2,5 Hektar entlang des Seeufers und bietet einen wunderschönen Blick auf den Genfer See und die Brücke Pont du Mont-Blanc. Highlight des Parks ist die Blumenuhr mit einem fünf Meter großen Ziffernblatt aus verschiedensten Blumenarten. 
Um am nächsten Morgen erholt in die Weinberge zu starten, können Sie im modern-verspielten Hotel ibis Styles Genève Carouge übernachten. Die farbenfrohen Zimmer wurden von lokalen Comic-Künstlern gestaltet und bieten großen und kleinen Hotelgästen eine einzigartige Atmosphäre.

Montreux und Weinbergterrassen Lavaux

Gut gestärkt umrunden Sie am nächsten Tag den kompletten Genfer See für einen Ausflug in die Natur, besser gesagt in die berühmten Weinbergterrassen von Lavaux. Das ganze 800 Hektar große Gebiet ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes – seit dem 11. Jahrhundert wird hier Wein angebaut.
Weinbergterrassen von Lavaux

Auf einem Fußweg von 32 Kilometern Länge können Sie die Weinhänge von Lausanne-Ouchy ausgehend bis zum Schloss Chillon erkunden. Lassen Sie sich bei einer Weinprobe in einem Weinkeller in die Welt der Waadtländer Weine entführen. Das Schloss ist auf einer Felseninsel gebaut – auf französisch bedeutet chillon „Felsenplatte“, daher der Name. Das Gebäude ist über eine Brücke mit dem Land verbunden und beherbergt eine kleine Sammlung mit Objekten, die während Ausgrabungen Anfang des 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Seit dem 8. Juni kann das Schloss wieder von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden, Führungen sollten nach Aussage der Schlossverwaltung mindestens 48 Stunden im Voraus gebucht werden.
Mit der S3 geht es dann in 30 Minuten zurück nach Lausanne, wo Sie den Abend in einer der zahlreichen Lokale oder Brasserien ausklingen lassen können. Im Pinte Besson oder Café du Grütli bekommen Sie im urigen Ambiente traditionelle, saisonale Gerichte – im Grütli können Sie auch auf der Terrasse stimmungsvoll bei dem Place de la Palud draußen essen. Rufen Sie in jedem Fall besser vorab an, um sicherzugehen, auch einen Platz zu bekommen.
Nach Wein und gutem Essen können Sie dann im ibis Lausanne Centre ins Bett fallen, das beispielsweise nur 10 Gehminunten vom Grütli entfernt liegt. Alternativ können Sie nach Montreux weiterfahren und im luxuriösen Fairmont Le Montreux Palace  direkt mit Blick auf den Genfer See komfortabel übernachten.

Chalet-Dorf Gstaad

Auch die wunderschöne Gegend des Chalet-Dorfes Gstaad darf bei der Tour durch die Schweiz nicht fehlen. Gstaad besteht ja genau genommen aus zehn charmanten Dörfern, die alle ihren eigenen Charakter haben. In Saanen gibt es beispielsweise hübsche Alpenhäuser, die teilweise aus dem 15. Jahrhundert stammen, Lauenen besticht durch den Lauenensee und das Naturreservat. Hier laden zahlreiche kürzere und längere Routen zum Wandern durch das Alpenland ein. Ab Lauenensee erreichen Sie zum Beispiel die Geltenhütte in zwei Stunden zu Fuß. 
Lustiger Fun Fact: Wussten Sie, dass viele Bollywood Filme in den idyllischen Bergen um Gstaad gedreht wurden? Wer mehr wissen will, kann sogar eine geführte Tour zu den Original-Schauplätzen indischer Blockbuster buchen. Selbst wenn Ihnen die Filme nichts sagen, ist die Tour allemal eine etwas andere Führung.
Sie haben Lust auf etwas Kultur? Eine knappe Autostunde entfernt liegt das Schloss Greyerz – oder besser gesagt das Château de Gruyères, im Kanton Freiburg, oberhalb des gleichnamigen Städtchens. Ende des 13. Jahrhunderts erbaut, nutzt es der Kanton seit 1938 als Museum. Sie können dort die faszinierende 800-jährige Geschichte des Schlosses erkunden. Ab dem 3. Juli stellt außerdem ein französisch-schweizerisches Künstlerduo eine moderne Installation aus, die das Schloss in einen neuen Blickwinkel setzt. Um gut erholt am nächsten Tag Richtung Thun weiterzufahren, können Sie im ibis Bulle La Gruyère einkehren. Es liegt nur eine viertel Stunde vom Schloss entfernt.

Thun und Thunersee

Thun besticht durch seine Altstadt – und die Umgebung rund um den Thunersee! Es gibt natürlich viele hübsche Altstadtteile in der Schweiz – aber die Thuner Altstadt ist tatsächlich einzigartig! Sie ist bereits im 12. Jahrhundert entstanden und besticht durch ihre sogenannten Hochtrottoirs. Heute befinden sich in der Oberen Hauptgasse trendige Shops und Boutiquen, sodass sich ein Bummel gleich doppelt lohnt. Von dort aus gelangen Sie dann auch über die schmale Treppe beim Rathaus in wenigen Minuten zum Schloss Thun
In dem mittelalterlichen Schloss, das 1200 errichtet und 1432 erweitert wurde, befindet sich der größte erhaltene Festsaal des Hochmittelalters in der Schweiz! Seit 2018 zeigen Dauerausstellungen in fünf Stockwerken seine spannende Geschichte. Und: Von den Türmen haben Sie eine wunderbare Sicht auf den Thunersee und die Alpen.
Ort Thun in der Schweiz

Falls Sie etwas mehr Zeit haben und wanderfreudig sind, können Sie sich auch eine der Etappen des Panoramawegs Thunersees vornehmen. In 4 Etappen führt er auf 63 Kilometern rund um den See von Thun über Sigriswil und Interlaken nach Spiez. Für die erste Etappe von Thun nach Sigriswil sollten Sie zum Beispiel etwa 4 Stunden für die 12 Kilometer einplanen. Der Weg führt durch den Wald und vorbei an Feldern und Wiesen mit freiem Blick auf das Alpenpanorama. Nach rund 2,5 Stunden Gehzeit erreichen Sie die Schlucht, die Aeschlen von Sigriswil trennt. Seit 2012 können Sie über die Panoramabrücke von einem Dorf ins andere gelangen – falls Sie schwindelfrei sind. Die Rückreise nach Thun können Sie dann bequem mit dem Bus antreten. 
Sie sind früh gestartet sind und bringen noch etwas Zeit mit? Dann können Sie zu Fuß – oder mit dem Bus – nach Beatenberg weiterwandern oder fahren. Denn die St. Beatus Höhlen sind definitiv einen Besuch wert! Die Tropfsteinhöhle und der Wasserfall sind auch für Familien mit Kindern ein Erlebnis! Circa 14 Kilometer des Höhlensystems sind bis heute erforscht. Seit dem 13. Juni haben die Anlagen wieder geöffnet.
St. Beatus Tropfsteinhöhlen

Action in Interlaken: Saxetenschlucht und Seilpark

Bevor es weitergeht zum Brienzersee, haben wir noch einen Vorschlag für eine Extra Portion Action auf diesem Trip: In der Saxetenschlucht bei Interlaken können auch Anfänger sich ans Canyoning wagen. Abseilen und Sprünge in Wasserpools – das alles können Sie auf einer Tourlänge von dreieinhalb Stunden ausprobieren. Für Familien nicht ganz unwichtig: Das Mindestalter für den abenteuerlichen Spaß im Wasser beträgt 12 Jahre. 
Wenn Ihnen das doch zu abenteuerlich ist – und sie lieber trocken bleiben wollen – empfehlen wir einen Ausflug in den Seilpark Interlaken. Hier können auch Kinder unter 12 Jahren, in Begleitung von ihren Eltern, in Bodennähe das Klettern üben. Größere Kletterer können 20 Meter über dem Boden verschiedene Parcours und Hindernisse meistern. Falls Sie nach all der Action eine komfortable Übernachtungsmöglichkeit suchen, können wir Ihnen das Royal St. Georges MGallery  in Interlaken empfehlen. Sie können hier zwischen modernen und historischen Zimmern im Barock-Style wählen.

Mit dem „Lötschberg“ über den Brienzersee

Sie wollen es jetzt ein wenig ruhiger angehen lassen? Dann nehmen Sie Platz auf dem historischen Schaufelraddampfer „Lötschberg“ und genießen Sie in nostalgischem Ambiente die Bergkulisse um den See. In Brienz selbst versprüht die Brunngasse mit den typischen Schweizer Chalets einen urigen Charme. Und das Strandbad zählt zu den schönsten Strandbädern der Schweiz. Generell befinden sich rund um den Brienzersee viele kleine charmante Dörfchen und Buchten, die zum Baden einladen.
Auf der Südseite des Brienzersees befinden sich die Giessbachfälle. Sie sind mit dem Auto oder mit dem Schiff zu erreichen. Falls Sie mit dem Schiff nach Giessbach fahren, gelangen Sie von dort mit der ältesten Standseilbahn der Schweiz zu den malerischen Wasserfällen. Verschiedene Spazierwege bieten hier wunderschöne Ausblicke – und an einer Stelle führt sogar eine kleine Brücke durch den Wasserfall.
Giessbachfälle Nähe Brienzersee

Luzern am Vierwaldstättersee

Ganz klar, die Lage von Luzern, am Vierwaldstättersee eingebettet zwischen einer beeindruckenden Berglandschaft, ist an sich schon ein Highlight. Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist dabei die Kapellbrücke. Die überdachte Holzbrücke wurde im 14. Jahrhundert errichtet und1993 nach einem Brand originalgetreu wiederaufgebaut.
Kapellbrücke in Luzern

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt:
  • Wasserturm
  • Museum Sammlung Rosengart
  • Jesuitenkirche
  • Ritterscher Palast
  • Rathaus
  • Hofkirche
Ein Extra-Tipp für Naschkatzen: Schauen Sie mal bei Max Chocolatier vorbei. Vier Chocolatiers zaubern hier aus natürlichen Zutaten wunderbare Pralinen und andere Schokoträume. Natürlich gibt es in Luzern auch viele Restaurants, um in schönem Ambiente den Abend ausklingen zu lassen. Direkt am Reuss-Ufer liegt beispielsweise die Antipasteria la barca, die italienische und schweizerischen Gerichte auf der Karte haben. Im modernen ibis Styles Luzern City können Sie dann in zentraler Lage unweit der Altstadt nächtigen, bevor Sie sich auf den Weg machen in das 3 Autostunden entfernt gelegene Zermatt.

Zermatt und das Matterhorn

Keine Frage: Wer nach Zermatt fährt, will in die Berge. Das Dorf, das seit 1961 autofrei ist, liegt schließlich am Fuße des Schweizer Wahrzeichens schlechthin: das Matterhorn. Mit 4.478 Metern ist es einer der höchsten Berge der Alpen – und bietet natürlich eine spektakuläre Aussicht. Allerdings ist der Aufstieg über den Hörnligrat nur etwas für versierte Bergsteiger! Pro Saison müssen hier einige Rettungseinsätze mit Helikopter durchgeführt werden.
Matterhorn Zermatt

Wesentlich bequemer und ebenfalls spektakulär: Nehmen Sie die Luftseilbahn zum kleinen Matterhorn, das auf immerhin 3.883 Metern liegt. Vom höchsten Aussichtspunkt Europas haben Sie ebenfalls einen atemberaubenden Panoramablick auf die Alpenwelt.
Extra-Tipp für Familien: Sunegga. In nur 3 Minuten erreichen Sie mit der unterirdischen Standseilbahn die „Sonnenecke“ von Zermatt auf 2288 Metern. Dort oben befindet sich ein Murmeltier-Beobachtungsposten. Falls Sie noch mehr über das Murmeltier erfahren möchten, können Sie auch mit der 8er Gondel von Sunnegga nach Blauherd fahren. Auf dem Weg zurück nach Sunegga informiert ein Themenweg über das putzige Tier und seine Lebensgewohnheiten. 
Einen herrlichen Blick auf die Berge bietet ebenso der Gornergrat. Mit der Zahnradbahn erreichen Sie von Zermatt aus in etwa 40 Minuten die Bergspitze auf 3089 Metern. Die Zahnradbahn wurde bereits 1898 gebaut und war die erste elektrische Zahnradbahn in der Schweiz. Auf dem Weg an die Spitze können Sie mehrmals einen Zwischenstopp einlegen, zum Beispiel an der Station Riffelalp. Auf dem Gornergrat selbst haben Sie zwei Restaurants zur Auswahl, um bei einer gigantischen Aussicht zu speisen – und den Roadtrip mit Blick auf die Berge ausklingen zu lassen.

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Auf gut Glück

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