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Roadtrip durch Österreich: die Romantikstraße von Salzburg nach Wien

Sie haben bereits eine Fernreise ans Meer gebucht, aber Corona hat Ihnen einen Strich durch Ihre Urlaubspläne gemacht? Wir haben einen Tipp für erlebnisreiche Tage im eigenen Land: die Romantikstraße von Salzburg nach Wien! Entdecken Sie auf 380 Kilometern in sieben Tagen herrliche See- und Bergpanoramen, barocke Prachtbauten und Handwerkskunst. Falls Sie per Rad statt Auto unterwegs sind, sollten Sie natürlich etwas mehr Zeit einplanen. Und wählen Sie die Bundesstraßen statt der Westautobahn, schließlich ist hier der Weg das Ziel! Wir haben für Sie schon mal die schönsten Orte und ein paar Geheimtipps zusammengefasst. Packen Sie Ihren Schatz – und Ihren Koffer – für einen Roadtrip durch Österreich!

Romantikstraße von Salzburg nach Wien

Zwei Tage voller Kultur und Natur in Salzburg

Startpunkt der Romantikroute ist der Geburtsort von Wolfgang Amadeus Mozart. Eines der Highlights der geradezu kitschig schönen Stadt ist die Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Durch die verwinkelten Gassen gelangen Sie zu prunkvollen Plätzen wie dem Residenzplatz, dem Kapitelplatz und dem Mozartplatz. Im Herzen der Altstadt liegt der bedeutendste: der Domplatz.
Hier befindet sich der Dom zu Salzburg. Mit seinen zwei barocken Türmen beherrscht er das Bild der Altstadt. 1628 geweiht, wurde er wenige Monate vor Ende des zweiten Weltkriegs am 16. Oktober 1944 durch Bomben beschädigt. Die Domkuppel stürzte komplett ein. 1959 wurde er wiedereröffnet und steht nun in seiner neuen, alten Pracht da.
In unmittelbarer Nähe zum Dom liegt übrigens das Café Tomaselli, das älteste Kaffeehaus in Salzburg. Hier werden noch nach alter Tradition Strudel und Torten gebacken. Genießen Sie ein Stück davon, umgeben vom Charme alter Kaffeehaus-Tradition.
Mindestens genauso sehenswert: die berühmteste historische Gasse Salzburgs, die Getreidegasse. Sie war bereits zur Römerzeit eine wichtige Verkehrsstraße. Noch heute prägen zahlreiche schmiedeeiserne Zunftschilder das Bild dieser Einkaufstraße.

Der Mirabellengarten im Schloss Mirabell

Von historischen Bauten zu historischen Gartenanlagen geht es danach in den wunderschönen Mirabellengarten des Schloss Mirabell. Er wurde 1690 gestaltet und hat sich seitdem kaum verändert. Hinter jeder Ecke thronen hier Fabelwesen und antike Götter. Im Zwergelgarten warten noch 17 von ursprünglich 28 marmornen Zwergen auf Ihren Besuch.
Natürlich ist auch das Schloss Mirabell selbst sehenswert. Wolfgang Amadeus Mozart und sein Vater Leopold haben hier einst im Marmorsaal musiziert – heute gilt der Festsaal als einer der schönsten Trauungssäle der Welt. Allerdings bleibt das Schloss aktuell bis auf Weiteres geschlossen. Nach Auskunft der Stadt könnte ein Besuch wieder ab Ende Juni möglich sein, informieren Sie sich am besten auf der Seite der Stadt Salzburg über den aktuellen Stand.

Schick oder zünftig?

Unser Tipp für einen gelungen ersten Abend: Lassen Sie den Tag gediegen über den Dächern Salzburgs im Imlauer ausklingen. Das Restaurant mit Dachterrasse ist zwar nicht ganz günstig, belohnt Sie aber mit einem grandiosen Ausblick auf Salzburg. Es liegt keine drei Gehminuten vom Schloss entfernt. Etwas traditioneller und bodenständiger ist das Gasthaus Wilder Mann, das seine Gäste seit 1884 mit Schmankerln der heimischen Küche verwöhnt. Auch das Gasthaus erreichen Sie in wenigen Gehminuten.

Ausflug in die Natur

Haben Sie für den zweiten Tag Lust auf einen Abstecher in die Natur? Der 640 Meter hohe Kapuzinerberg ist auch bei Wiener Spaziergängern und Sportlern beliebt. Von einem dichten Wald umgeben, können Sie dort mitten in Salzburg auf Spazierwegen zum Kapuzinerkloster hochschlendern. Über drei verschiedene Routen gelangen Sie dorthin, von der Linzer Gasse führt der Weg an elf kleinen Kreuzwegkapellen hinauf. Oben angekommen, werden Sie mit einem wunderbaren Blick auf die Altstadt belohnt. 
Falls Sie gerne direkt morgens nach dem Frühstück starten möchten, bietet sich übrigens eine Übernachtung im nahegelegenen Mercure Hotel an. Es liegt nur 800 Meter entfernt von dem Startpunkt des Ausflugs in der Linzer Gasse.

Schloss Hellbrunn

Neben dem Schloss Mirabell führt natürlich auch am Schloss Hellbrunn kein Weg vorbei. In nur drei Jahren entstand von 1612 bis 1615 das nicht minder sehenswerte Schloss. Neben dem Festsaal im Schloss sind die Wasserspiele in der Parkanlage ein echtes Highlight! Zahlreiche bewegliche Figuren und skulpturengeschmückte Grotten machen die Wasserspiele zu einem ganz besonderen Erlebnis – und an heißen Tagen tun ein paar kühle Wasserspritzer ebenfalls gut. Ab dem 29. Mai können Sie das Schloss und die Wasserspiele wieder besuchen.

Festung Hohensalzburg

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Hohensalzburg mit ihren barocken Türmen und weltberühmten Silhouette. Sie wurde bereits im Jahr 1077 von Erzbischof Gebhard erbaut und beheimatet viele sehenswerte Museen wie das Festungsmuseum, das Marionettenmuseum und das Rainer-Regimentsmuseum.
Extra-Tipp: Jeden Sonntag spielen hier um 11.45 Uhr die Turmbläser vom Tropetenturm. Die barocken Fanfaren klingen bis in die Altstadt hinunter. Die Festung können Sie ab dem 29. Mai wieder besuchen.
Bevor Sie wieder ins Auto steigen, sollten Sie noch in der Konditorei Fürst vorbeischauen. Hier wird die originale Salzburger Mozartkugel hergestellt – besser gesagt bis zu 10.000 Kugeln am Tag.

Mondsee

Nur 30 Kilometer entfernt von Salzburg liegt auch schon die erste Station nach der Mozartstadt entlang der Romantikstraße.
Die Gemeinde Mondsee mit dem gleichnamigen See hat es durch ihre kleine Basilika zu großer Bekanntheit geschafft. Diese war nämlich Drehort des Hollywood Musicals „Sound of Music“. Der hübsche Ort ist aber vor allem aufgrund der umliegenden Natur beliebt.
Schobergipfel

150 Kilometer Wanderwege bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ob Sie eher Genusswanderer oder Kletterjunkie sind: Hier kommen Sie auf Ihre Kosten. Der Rundweg vom Forsthaus Wartenfels über den Schobergipfel und Frauenkopf dauert nur zwei Stunden. Aber Achtung: Der Weg ist teilweise mit Seilen versichert, packen Sie also gutes, trittsicheres Schuhwerk ein.

Erlebnispark Fantasiana

Falls Ihnen nach etwas mehr Action ist – oder Sie als Familie unterwegs sind – lohnt sich ein Abstecher in den Erlebnispark Fantasiana in Straßwalchen. Über 50 Attraktionen sind dort auf sieben fantasievolle Themenwelten aufgeteilt, vom Schlosshof über den Märchenwald bis zur Westernstadt „Lucky City“.
Das Fantasiana öffnet ab dem 29. Mai wieder seine Türen für Sie. Auf der Homepage wird empfohlen, bereits vorab Tageskarten für den Erlebnispark zu kaufen.

St. Wolfgang am Wolfgangsee

Die Marktgemeinde St. Wolfgang liegt direkt am Fuße des 1783 Meter hohen Schafberges – und am Nordufer des Wolfgangsees. Die beliebte Sommernacht, die eigentlich im 14-tägigen Rhythmus ab Montag, dem 29. Juni stattfinden sollte, fällt aufgrund von Corona leider aus.
St. Wolfgang am Wolfgangsee

Aber auch jenseits des Sommerfestivals ist St. Wolfgang einen Abstecher wert. Machen Sie mit der steilsten Dampf-Zahnradbahn Österreichs einen Abstecher auf den Schafberg. In 35 Minuten überwindet die Zahnraddampflok dabei 1.190 Höhenmeter. Mit etwas Glück können Sie bei gutem Wetter den Panoramablick über das Alpenvorland bis zum Chiemsee schauen und die Bergwelt bis zum Watzmann bestaunen.

Handwerkskunst in Gosau

Bereits Naturforscher Alexander Freiherr von Humboldt bezeichnete den Gosausee als „das Auge Gottes.“ Die Gemeinde Gosau liegt auf 767 Metern und ist von Bergen umschlossen. Auch hier laden natürlich zahlreiche Wanderrouten zu wunderbaren Bergpanoramen ein.
Alternativ können Sie hier aber auch eine kleine Pause von den Bergen machen und etwas ganz anderes entdecken: die Handwerkskunst der Familie Gamsjäger. Denn hier entsteht einzigartiges Holzhandwerk aus dem Gosautal. Bekannt ist die Familie unter dem Namen „Waldweber“. Rufen Sie vorher an, um zu fragen, ob und wann sie den Drechslern über die Schulter schauen können (https://salzdirndl.com/drechseln-gosau/).

Weltkulturerbe Hallstatt

Weiter geht es nach Hallstatt, das 1997 als historische Kulturlandschaft „Hallstatt – Dachstein/Salzkammergut“ zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Warum? Machen Sie im Welterbemuseum Hallstatt doch eine Zeitreise durch seine 7000-jährige Geschichte. Das Museum ist ab dem 29. Mai wieder geöffnet!
Wenn Sie Geschichte direkt und hautnah erleben möchten, lädt das älteste Salzbergwerk der Welt zur Besichtigung ein. Die Salzwelten Hallstatt werden bis heute aktiv betrieben. Hier liegt auch die älteste Holzstiege Europas, die erst 2002 im prähistorischen Teil des Salzbergwerks von Hallstatt gefunden wurde. Wenn Ihnen dann nach etwas Tageslicht ist, können Sie auf dem freischwebenden Skywalk „Welterbeblick“ 360 Meter über den Dächern von Hallstatt auf den See und Alpenkulisse blicken.
Aktuell sind die Salzwelten geschlossen. Auf der Homepage wird umgehend bekanntgegeben, sobald ein Besuch wieder möglich ist. Die Betreiber hoffen, am 29. Mai wieder öffnen zu dürfen. 

„Sisis Kaiservilla“ in Bad Ischl

Der hübsche Kurort Bad Ischl ist vor allem für seine Kaiservilla bekannt. Hier können Sie durch die original bewahrten Gemächer schreiten, in denen Kaiserin „Sissi“ und Kaiser Franz Joseph ihre Sommermonate verbracht haben.
Kurpark Bad Ischl

Der Kaiserpark ist ab dem 29. Mai wieder zugänglich, eine Besichtigung der Kaiservilla ist generell nur im Rahmen einer Führung möglich. Informieren Sie sich am besten vorab, ab wann Termine für Führungen wieder möglich sind.

Kulturweg „Via Historica“ in Traunkirchen

Der kleine Ort Traunkirchen empfängt Sie mit zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten wie der barocken Pfarrkirche, der Johannesbergkappelle und dem ältesten Kalvarienberg im Salzkammergut auf dem Kulturweg „Via Historica“.
Traunkirchen am Traunsee

Anstatt auf eigene Faust auf Entdeckungstour zu gehen, können Sie hier mit Franz Bernegger die Region mit ihren Sagen und Märchen entdecken. Er kennt „die Sage von der Zauberin am Stein“ und weiß nicht nur davon zu erzählen, sondern packt auch gerne seine Bockpfeife aus – die alpenländische Form des Dudelsacks.
Um sicherzugehen, dass Sie die sagenhafte Tour auch zu Zeiten von Corona buchen können, fragen Sie am besten telefonisch bei der Schiffsanlegestelle Traunkirchen nach.

Grüngeflammte aus Gmunden

Auch Gmunden ist ein geschichtsträchtiger Ort. Folgen Sie dem Themenweg „Geschichten von der Geschichte“, der auf nur 1,2 Kilometern Länge an vielen traditionsreichen Bauten und Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Oder Sie bewundern die umliegende Landschaft bei einer Schifffahrt mit Gisela, dem ältesten Raddampfer der Welt aus dem Jahre 1871. Die Schifffahrtsgesellschaft bittet auf ihrer Homepage darum, Mund- und Nasenschutz mitzunehmen.
Als Österreicher kennen Sie sicher das Grüngeflammte, vielleicht steht ein Keramikteller davon auch bei Ihnen zuhause? In der Gmunder Keramik Manufaktur in der Keramikstraße 24 können Sie direkt vor Ort traditionelle und modernere Keramikschätze erstehen.
Ein kleiner Übernachtungstipp zwischendurch: Das ibis in Wels liegt nur knapp 40 Autominuten von Gmunden entfernt. In dem modernen Hotel, das erst im Januar 2020 eröffnet hat, finden Sie garantiert einen erholsamen Schlaf.

Benediktinerstift in Kremsmünster

In Kremsmünster wartet das Benediktinerstift aus der Barockzeit als imponierendes Gesamtkunstwerk auf Ihren Besuch. Der mächtige Gebäudekomplex zählt zu den größten und bedeutendsten Klosteranlagen Österreichs, die Geschichte des Stifts geht bis ins Jahr 777 zurück.
Seit dem 15. Mai dürfen im Stift wieder Gottesdienste stattfinden.

Wallfahrtskirche Maria Taferl

Die Wallfahrtskirche Maria Taferl – auch Pfarrkirche zur Schmerzhaften Muttergottes genannt - liegt in der gleichnamigen Marktgemeinde, auf einer Anhöhe 233 Meter über der Donau. Der Besuch lohnt sich natürlich nicht nur wegen der grandiosen Fernsicht über das Donautal auf die Alpenkette.

Die Wallfahrtskirche imponiert mit ihrem barocken Reichtum an goldenen Elementen und Deckenfresken. Seit dem 15. Mai finden dort nun wieder Gottesdienste statt.

Stift Göttweig

Stift Göttweig ist ein weiteres barockes Juwel, eine knappe Autostunde von Wien entfernt. Es wird voraussichtlich am 5. Juni wieder öffnen. Auch dieses Benediktinerkloster, das auf 422 Metern über der Donau thront, zählt gemeinsam mit dem Stift Welk zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Klostergründung geht ins Jahr 1083 zurück, noch heute ist dort eine Gemeinschaft von 45 Mönchen ansässig.
Highlights dieses barocken Baus sind sicher die prunkvoll goldverzierte Orgel in der Stiftskirche und die monumentale Kaiserstiege, die zu den imposantesten barocken Treppenhäusern Europas zählt.
Auf der Südseite des Stifts befindet sich der höchst gelegene Marillengarten in der Wachau, von der Terrasse des Stiftsrestaurants haben Sie einen herrlichen Blick in das Donautal der Wachau.
Stift Göttweig

Letzte Station Wien

Nach diesem Besuch lassen Sie nun Ihre Reise mit zwei Tagen in der österreichischen Hauptstadt ausklingen. Wobei ausklingen sicher das falsche Wort ist, denn natürlich gibt es gerade in Wien eine solche Fülle an Angeboten, dass Sie die zwei Tage prall mit Aktivitäten füllen könnten.
Blick auf Wien

Wie wäre es zum Start mit einem geführten Spaziergang? Wahrscheinlich ist dies nicht Ihr erster Besuch in der knapp 2 Millionen großen, geschichtsträchtigen Stadt. Über die Seite http://www.viennawalks.com/ können Sie neben der klassischen Geschichtstour auch Spezialtouren durch die Wiener Unterwelt buchen oder die jüdische Seite von Wien kennenlernen.
Das Team aus vier staatlich geprüften Fremdenführern begeistert nicht nur Touristen aus dem Ausland. Aktuell beträgt die maximale Personenanzahl 10 Personen pro Gruppe. Laut Homepage können Sie sich bis zu sechs Stunden vor der jeweiligen Führung anmelden, besser, Sie fragen aber einen Tag zuvor telefonisch oder per Mail an.

Die beliebtesten Highlights

Falls Sie noch nicht genug von barocken Bauten, Klöstern und Anlagen haben, kommen hier die wohl bekanntesten Wiener Kulturschätze:
  • Schloss Schönbrunn: Für Kaiserin Maria Theresia im 18. Jahrhundert errichtet, ließ Kaiser Maximilian bereits 1570 dort zuvor ein Jagdschloss errichten. Das heutige Schloss zählt nicht weniger als 1441 Zimmer – in einem davon wurde Kaiser Franz Joseph geboren. Mozart musizierte einst als sechsjähriger Wunderknabe in dem Spiegelsaal und Napoleon wählte während seiner Besetzung das Schloss als Hauptquartier. Das nach ihm benannte Napoleonzimmer soll er als Schlafzimmer genutzt haben. Das Schloss hat seit dem 15. Mai wieder geöffnet.
  • Das prachtvolle Barockschloss Belvedere kann zwar nicht in Sachen Personenkult mithalten, beherbergt heute aber eine der wertvollsten Kunstsammlungen Österreichs. Hauptwerke von Gustav Klimt und Egon Schiele können Sie hier bewundern, darunter auch der weltberühmte Kuss von Klimt. Auch das Schloss Belvedere steht Besuchern wieder offen – und Führungen sind in kleiner Runde sowie zum Teil auch nach der regulären Öffnungszeit möglich.
  • Wenn Sie die Lipizzaner und Reitkunst der Spanische Hofreitschule erleben möchten, müssen Sie sich noch etwas gedulden. Die älteste Reitschule der Welt bleibt vorläufig noch bis zum 30. Juni geschlossen. Falls Sie Ihren Romantikroadtrip später planen, informieren Sie sich am besten auf https://www.srs.at/, ob die berühmte Reitschule wieder Ihre Tore geöffnet hat.
  • Neben dem Schloss Schönbrunn ist die Hofburg Wien die zweite kaiserliche Wohnstätte, die noch bis 1918 das politische Zentrum der Monarchie war. Auch hier werden ab dem 15. Mai wieder die Türen für Besucher geöffnet.

Areal am Himmel

Ruhe und völlige Abgeschiedenheit finden Sie in Wien-Döbling, auf dem Areal „Am Himmel“. Hier wurde vom Kuratorium Wald ein Erholungsort im Grünen geschaffen. Der Lebensbaumkreis besteht aus 40 kreisrund angepflanzten Bäumen, der an Wochenenden mit klassischer Musik bespielt wird.
Der umliegende, 484 Meter hohe Kahlenberg ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel. Er zählt zu den bekanntesten Aussichtspunkten auf Wien – von der Stefaniewarte können Sie bis auf Niederösterreich und bei gutem Wetter auf die benachbarten Karpaten in der Slowakei blicken.

Wiener Heurigen

Lassen Sie Ihren Abend in einem der Wiener Heurigen ausklingen! Seit dem 15. Mai ist schließlich auch wieder der Ausschank in diesen traditionellen Weinlokalen erlaubt. Der Heurige, Wiener Wein vom aktuellen Jahrgang, darf übrigens bis zum 11. November so genannt werden.
Circa 100 Betriebe verkaufen in Wien ihren gleichnamigen jungen Wein. Eine Liste mit einigen dieser stimmungsvollen, traditionellen Lokale finden sie unter http://www.wienerwein.at/wienerwein/wienerheuriger.

Lainzer Tiergarten

Starten Sie Ihren zweiten Tag in Wien doch tierisch: im Lainzer Tiergarten, dem ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet. Das heutige Naturschutzgebiet ist mit einer Fläche von 2.450 Hektar Heimat von Hirschen, Rehen, Mufflons und Wildschweinen und beherbergt Buchen und Eichen mit Stammdurchmessern bis zu vier Metern. 
Insgesamt zählt der Tiergarten 94 verschiedene Arten – darunter neben selten gewordenen Vogelarten wie dem Weißrückenspecht allein 13 Fledermausarten. 
Der Lainzer Tiergarten hat seit dem 15. Mai wieder geöffnet. Die Hermesvilla, die Kaiser Franz Joseph einst seiner Sisi schenkte, bleibt vorerst noch geschlossen. Informieren Sie sich bei Ihrem Besuch vorab, ob eine Besichtigung wieder möglich ist. Denn die Wandmalereien und privaten Einblicke in das Leben des Kaiserpaars sind faszinierend. 

Der Naschmarkt und andere lokale Märkte

Vom Spaziergang durch die Natur zum Bummeln über Obst- und Kleidungsstände: Der Wiener Naschmarkt liegt direkt and der U-Bahnstation Kettenbrückengasse und ist mit über 120 Ständen und Restaurants der größte Markt der Innenstadt. Hier finden Sie neben österreichischen Spezialitäten auch griechische, türkische oder jugoslawische Köstlichkeiten. Und: Jeden Samstag findet hier ein ebenfalls beliebter Flohmarkt statt.
Neben dem bekanntesten Wiener Markt gibt es natürlich auch kleinere, lokale Märkte:
  • Auf dem Kutschkermarkt gibt es viele Bioprodukte, samstags kommen Bauern aus der Region hinzu, die ihre regionalen Produkte verkaufen - für viele Wiener ein Pflichttermin. Die umlegenden Cafés bieten vorwiegend Bio- und Fairtrade Kaffee an.
  • Beim Meidlinger Markt gibt es sowohl traditionelle Produkte wie auch Stände mit veganen oder glutenfreien Produkten. Auch bei der Gastronomie um den Markt trifft Tradition auf Moderne in Form von neu interpretierten Klassikern und unkonventionellen Konzepten.
  • Das Viertel rund um den Brunnenmarkt hat sich inzwischen zum Künstlerviertel entwickelt, neben traditionellen Cafés haben sich hippe Lokale angesiedelt. Allein schon wegen dem multikulturellen Ambiente lohnt sich ein Besuch dieses Wiener Straßenmarktes.
  • Der Rochusmarkt befindet sich an einer historischen Ecke: Schon 1192 führte hier eine wichtige Handelsroute vorbei. Heute ist er bei den Wienern nicht nur wegen der verschiedenen Lebensmittelstände beliebt – sondern auch wegen seinem großen Angebot an frischen Blumen.

Die Wiener Museen

Die Auswahl an Museen ist Wien ist groß, daher hier nur ein kleiner Überblick über Museen, die wieder öffnen dürfen:
  • Das naturhistorische Museum lädt ab dem 20. Mai wieder zu einem Besuch zu Dinos und Neandertalern.
  • Im Museum der Illusionen können Sie ab dem 29. Mai wieder kreative Bilder mit optischer Täuschung knipsen.
  • Das Kunsthistorische Museum ist sowohl wegen seinem Prunkbau als auch wegen seiner kunsthistorischen Schätze ein absolutes Muss für Kunstliebhaber! Ab dem 30. Mai ist es wieder geöffnet. Bis zum 30. Juni will das Museum übrigens ein „Pay as you wish“ Konzept einführen, bei dem die Besucher den Eintrittspreis selbst bestimmen können.

Wiener Schnitzel zum Abschluss

Was wäre ein Wienbesuch ohne Wiener Schnitzel? Das Figlmüller ist zwar kein Geheimtipp mehr, gilt aber auch unter Wienern als absoluter Favorit. Sie können dort zwischen dem Wiener Original mit Kalbfleisch und dem riesigen Figlmüller-Schnitzel aus Schweinfleisch wählen. Reservieren Sie unbedingt einen Platz – Sie werden nicht die Einzigen sein, die großen Appetit auf eines der besten Wiener Schnitzel haben! 
Gut gestärkt und mit hoffentlich bleibenden, neuen Eindrücken geht es jetzt zurück – nur dass die Heimreise dieses Mal kürzer ausfällt.
Weitere Informationen zu Roadtrips durch Europa finden Sie auch in unseren Artikeln „Roadtrip Deutschland“ und „Roadtrip Schweiz“.

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Auf gut Glück

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