Frankfurt
Frankfurt am Main ist seit über tausend Jahren ein Ort des Austauschs. Mittelalterliche Kaufleute trafen sich am Main, um mit Waren und Ideen aus ganz Europa zu handeln, und legten damit den Grundstein für eine Stadt, die noch heute vom Handel lebt. Die Europäische Zentralbank, die Börse und eine Skyline aus Glastürmen haben der Stadt den Spitznamen "Mainhattan" eingebracht, und der finanzielle Pulsschlag ist nie weit von der Oberfläche entfernt.
Doch wenn man sich von den Hochhäusern entfernt, ändert sich das Bild der Stadt völlig. Der sorgfältig rekonstruierte Römerberg, umrahmt von Fachwerkfassaden, lässt erahnen, wie Frankfurt vor dem Krieg aussah. Herausragende Museen säumen das Flussufer. Apfelwein - im Sommer kalt, im Winter heiß und würzig - fließt in den Kneipen und auf den Märkten wie seit Jahrhunderten.
Die Stadt, die die größte Buchmesse der Welt und eine der wichtigsten Börsen Europas beherbergt und Goethe hervorgebracht hat, musste sich nie zwischen Kommerz und Kultur entscheiden. Sie hat immer beides gemacht.