Auf den Spuren der bunten Häuser in Nyhavn in Kopenhagen

Erleben Sie ein Stadtviertel Kopenhagens, das mehr als ein Postkartenmotiv ist. Die bunten Giebelhäuser in Nyhavn sind nur ein Teil des Charmes, der diesen Ort so besonders macht.

Nyhavn bedeutet „Neuer Hafen“, doch der Name trügt. Der gleichnamige Kanal stammt aus dem 17. Jahrhundert und zählt zu den bestbesuchten Orten der Stadt. Früher legten hier Handelsschiffe aus aller Welt an, und Seeleute kehrten mit Künstlern und Tagelöhnern in die Tavernen ein. Heute tummeln sich zu fast jeder Tages- und Nachtzeit Einheimische und Besucher auf den beiden Promenaden des Kanals, und so mancher kommt wegen des dichten kulinarischen Angebots in diesem Stadtteil. Die Atmosphäre in diesem Freiluftwohnzimmer der Kopenhagener ist entspannt. Das Motto lautet: einfach genießen und treiben lassen. Füße baumeln über dem Wasser, Fahrräder lehnen an Pollern, und Straßenmusiker untermalen die Szenerie mit sanften Klängen. So geht nordische Leichtigkeit.

Hotel-Tipp: Nyhavn ganz nah sind Sie im 25hours Hotels Copenhagen Paper Island. Übernachten Sie hier im Ambiente eines skandinavischen Sommerhauses und gönnen Sie sich im hauseigenen Victory Pub einen Cocktail mit Blick auf den Hafen.

Was es mit den bunten Häusern auf sich hat

Der Kopenhagener Nyhavn ist bekannt für seine bunten Häuser, die sich hier dicht an dicht aneinanderreihen. Die Gebäude erstrahlen in Pastellgelb, Ziegelrot, Himmelblau und Hellrosa und zieren unzählige Postkarten der Stadt – von den Instagram-Feeds der Besucher gar nicht zu reden. Die schmucken Stadt- und Handelshäuser aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert werden bis heute gepflegt und gehegt, um ihren ikonischen Status zu wahren. Bei ihrer Entstehung strichen die Bewohner die Fassaden in noch kräftigeren Farben, um das eigene Domizil vom Wasser aus schneller wiederzufinden. Immerhin gab es damals noch keine Hausnummern, an denen sich die Kaufleute, Seefahrer und Handwerker hätten orientieren können.


Die heutigen Farben stammen aus dem letzten Jahrhundert und sind ein wenig pastelliger, um den pittoresken Charme des Viertels zu unterstreichen. Als eines der ältesten gilt das Gebäude mit der Nummer neun, das 1681 erbaut worden sein soll. Von dem früheren Spelunken- und Rotlichtviertel ist heute nichts mehr zu erkennen. Die Restaurants, Bars und Cafés sind hip bis elegant und verwöhnen mit einheimischen genauso wie internationalen Spezialitäten.

Nyhavn als Inspiration für Märchen und Sagen

Der berühmte dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen lebte viele Jahre in den bunten Häusern in Nyhavn. Kopenhagen hat daher viele Sehenswürdigkeiten, die mit dem Dichter zusammenhängen. Neben den Statuen im Königsgarten, am Rathausplatz und der Kleinen Meerjungfrau am Hafen sind es auch drei Häuser am Nyhavn: die Nummern 18, 20 und 67. Hier soll er im frühen 19. Jahrhundert einige seiner Märchen verfasst haben.

„Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst.“ Hans Christian Andersen

Halten Sie bei Ihrem Spaziergang also Ausschau nach diesen Häusern und den dazugehörigen Tafeln, die auf das ehemalige Heim des Dichters hinweisen. Der tolle Blick auf den Hafen, die Segelschiffe, die vorbeiglitten und anlegten, und das leise Klackern der Kutschen auf dem Kopfsteinpflaster boten Andersen bestimmt viel Inspiration für seine Erzählungen, die rasch Weltruhm erlangten und in mehr als hundert Sprachen übersetzt wurden.

Nyhavn als Kulinarik-Hotspot in Kopenhagen

Ob hyggeliges Café, gemütliches Restaurant oder hippe Bar, in Nyhavn werden Sie immer fündig. Kommen Sie auf ein ausgedehntes Frühstück mit Blick auf die Boote im Kanal, genießen Sie köstliche Fischgerichte zum Lunch und verwöhnen Sie sich mit einem feinen Dinner bei Kerzenschein im Gourmetrestaurant.

Hygge und Kaffee in Nyhavn

Cafés finden Sie in Nyhavn und Umgebung viele. Ein besonders angesagtes ist die Union Kitchen in der Store Strandstræde 21, einer Seitenstraße des Nyhavn in Kopenhagen. Morgens genießen Sie hier im nordisch-schlichten Ambiente ausgezeichnete Tagesstarter von Eggs Benedict über Granola bis hin zum Frühstücksburrito. Oder Sie gehen ein Stück weiter und kehren im Café No. 11 am Sankt Annæ Plads 11 ein. Die süßen Verführungen in der Theke sind jede Sünde wert. Außerdem können Sie im Sommer hier draußen in der Sonne sitzen, während Sie Ihren Tag in Kopenhagen planen.

Lunch und Dinner in und um Nyhavn

Entspannt snacken und lunchen lässt sich im Hyttefadet. Es liegt direkt an der Promenade (Hausnummer 25) und punktet mit seinem historischen Ambiente. Probieren Sie sich hier durch die Klassiker der dänischen Küche: vom Smørrebrød bis hin zu Fisch und Fleisch. Der hyggelige Charme sorgt für Gemütlichkeit und macht jedes Kulinarikerlebnis besonders authentisch. Etwas feiner und mit atemberaubendem Blick über den Kanal speisen Sie im Aamanns Replik am Sankt Annæ Plads 36. Das Restaurant im Königlichen Schauspielhaus interpretiert dänische Küche modern und in einem besonders schicken Rahmen.

„Ohne Speis und Trank taugt der Held nichts.“ – Sprichwort aus Dänemark

Kopenhagen vom Wasser aus erleben

Sobald Sie von der Stadt aus in den Nyhavn einbiegen und am riesigen Anker vorbeigehen, werden Sie die Schilder der Bootsanbieter entdecken. Gleich mehrere bieten direkt am „Neuen Hafen“ Kanalrundfahrten an, die Ihnen zusätzlich zum Nyhavn auch andere Sehenswürdigkeiten zeigen, die Sie bei einem Städtetrip nach Kopenhagen nicht verpassen dürfen: zum Beispiel die Kleine Meerjungfrau, die Oper und moderne Quartiere wie Islands Brygge. Abends wirkt die Stadt vom Wasser aus besonders bezaubernd: Zuerst steht die Sonne tief und legt sich wie ein goldener Schleier über die Dächer, bevor die Lichter angehen und das nächtliche Kopenhagen zum Leben erwacht. Bei einer Bootsfahrt erleben Sie noch einmal eine ganz neue Perspektive auf die dänische Hauptstadt und erfahren dank Guide nicht nur mehr über die Architektur und die Geschichte der Metropole, sondern lauschen während so mancher Rundfahrt auch Musikbands live an Bord.

Spar-Tipp: Wenn es Ihnen nur um die Aussicht vom Wasser geht, können Sie sich mit einem günstigen Ticket auch einfach in den öffentlichen Hafenbus, den Havnebus, setzen.

Beliebte Erlebnisse in und um Nyhavn

Wenn Sie Nyhavn nicht über den Seeweg erreichen, passieren Sie unweigerlich den historischen Platz Kongens Nytorv, auf dessen Mitte der dänische König Christian V. auf einem Pferd thront. Das Reiterstandbild von 1688 ist das älteste in Kopenhagen und wacht heute über ein wichtiges Verkehrskreuz der dänischen Hauptstadt. Beim Abbiegen in den Nyhavn finden Sie zu Ihrer Rechten die Kunsthal Charlottenborg, in der Sie zeitgenössische Kunst im barocken Ambiente eines Palais bewundern können. Außerdem beginnt am Kongens Nytorv die beliebte Shoppingmeile Strøget.


Ein Stück weiter nördlich vom Nyhavn befindet sich zudem das Schloss Amalienborg, wo die Königsfamilie bis heute residiert. Ob der König zu Hause ist, erkennen Sie an der königlichen Flagge, die nach seiner Ankunft gehisst wird. Kommen Sie zu Mittag und beobachten Sie um 12 Uhr das Spektakel der täglichen Wachablöse der Königlichen Leibgarde. Oder Sie buchen eine geführte Tour durch Det Kongelige Teater auf der anderen Kanalseite und werfen in einem der eindrucksvollsten Opernhäuser der Welt einen Blick hinter die Kulissen.

Geheimtipps rund um Nyhavn

Viele Besucher Kopenhagens bleiben in Nyhavn direkt am Kanal. Dabei lohnt es sich, einer der ruhigeren Seitenstraßen zu folgen und weniger touristische Ecken zu erkunden. Ein Abstecher hinter die Häuserzeilen führt Sie nämlich zu kleinen Galerien, hippen Designshops und versteckten Plätzen, an denen Kopenhagens kreatives Gesicht zum Vorschein kommt. Spannend ist auch der Kontrast zwischen dem historischen Hafen und den modernen Wohn- und Kulturvierteln auf den umliegenden Inseln, etwa in Richtung Christianshavn oder Paper Island. Auf den Inseln erleben Sie Kopenhagen als lebendige Kulturstadt, in der sich Streetfood-Märkte, Architektur-Highlights und entspannte Uferwege abwechseln – perfekt für alle, die auch abseits ausgetretener Pfade unterwegs sein und das echte Kopenhagen erleben möchten.

Wo auch immer es Sie in Kopenhagen hinzieht, Nyhavn ist der ideale Startpunkt oder Abschluss für Ihre Erkundungstouren durch die dänische Hauptstadt. Und obwohl viele meinen, dass Dänemark von Frühling bis Herbst am schönsten ist, sollten Sie auch einen Trip nach Kopenhagen im Winter in Betracht ziehen. Dann öffnen vor Weihnachten nämlich die stimmungsvollen Märkte, und die Stadt zeigt sich von einer ruhigeren Seite. Welche Jahreszeit darf es für Ihren nächsten Trip sein?

FAQ zu Nyhavn Kopenhagen

Was ist das schönste Viertel in Kopenhagen?

Viele Reisende empfinden Nyhavn als eines der schönsten Viertel Kopenhagens, weil hier bunte Giebelhäuser, historische Schiffe und lebendige Hafenatmosphäre zusammenkommen. Gleichzeitig gelten die Altstadt Indre By und das Viertel Christianshavn mit seinen Kanälen und Hausbooten als besonders charmant.

Was ist Nyhavn in Kopenhagen?

Nyhavn ist ein historischer Hafenkanal aus dem 17. Jahrhundert, der heute als beliebtes Ausgeh- und Flanierviertel mit Restaurants, Bars und Ausflugsbooten dient. Er liegt zentral zwischen Altstadt und Königsschloss Amalienborg und ist zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Kopenhagens geworden.

Was ist das Besondere an Nyhavn?

Das Besondere an Nyhavn ist die Kombination aus farbenfroher Architektur, maritimer Geschichte und lebendigem Alltagsleben. Die historischen Häuser, in denen unter anderem Hans Christian Andersen lebte, treffen auf moderne Cafés, kulinarische Erlebnisse und Hafenrundfahrten – ein Ort, an dem Sie Kopenhagens Lebensfreude hautnah erleben.

Wo sind die bunten Häuser in Kopenhagen?

Die berühmten bunten Häuser in Kopenhagen befinden sich entlang des Nyhavn, eines Kanals, der nur wenige Gehminuten von der Metrostation Kongens Nytorv entfernt ist. Die Häuser säumen vor allem die Nordseite des Hafens und bilden mit den Segelbooten im Wasser eines der meistfotografierten Motive der Stadt.

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