8 April 2026
5 Minuten
Entdecken Sie die Mittelmeerinsel zu Fuß: stille Buchten, schroffe Berge und der Duft von Myrte. Ein Wanderurlaub auf Sardinien verspricht Inselerlebnisse der besonderen Art.
8 April 2026
5 Minuten
Sie wandern gerne auf natürlichen Pfaden, lieben die Meeresluft und suchen auch im Urlaub nach dem perfekten Mix aus aktiv und entspannt? Dann ist Sardinien das ideale Reiseziel. Hier finden Sie Momente der Ruhe direkt am Meer und abseits davon, genießen einzigartige Kulinarik zwischen rustikaler Hirtenküche und raffinierten Fischgerichten und kommen auf einer Vielfalt von Wanderrouten voll auf Ihre Kosten.
Entlang der Ostküste zeigt sich Sardinien von seiner dramatischsten Seite: Senkrechte Kalkwände fallen ins tiefblaue Meer, schmale Pfade hängen wie Balkone über dem Wasser, und zwischen Felsen verstecken sich einsame Buchten. Beim Wandern durch die Macchia hören Sie das Knirschen der Steine unter den Sohlen und das ferne Donnern der Brandung. Hier wird jeder Küstenweg zum intensiven Naturerlebnis, das Ankommen, Staunen und ganz viel Meerblick verbindet. Besonders schön sind die Küstenregion am Golfo di Orosei und der anspruchsvolle Supramonte.
Gut zu wissen: Die Macchia ist eine auf Sardinien weit verbreitete immergrüne Strauchheide aus würzig duftenden Sträuchern wie Rosmarin, Myrte und Wacholder.
Zwischen steil aufragenden Kalkwänden und dem leuchtenden Türkis des Golfo di Orosei verläuft eine der spektakulärsten Küstenlandschaften des Mittelmeers. Die Pfade duften nach Rosmarin und Wacholder, während Sie immer wieder auf kleine Plateaus treten, von denen der Blick wie durch ein Fenster auf einsame Buchten fällt.
Eine der schönsten Wanderungen ist die zur Cala Goloritzé. Starten Sie beim Parkplatz Su Porteddu auf der Hochebene Su Golgo bei Baunei und wandern Sie von dort aus zu der „Perle des Golfs“, die mit ihrem markanten Felsbogen und der schlanken Felsnadel hoch über das Wasser ragt. Nach einem steilen Abstieg stehen Sie plötzlich vor einem fast weißen Kiesstrand, an dem das Meer in milchigen Türkistönen leuchtet – ein Anblick, der selbst erfahrene Wanderer immer wieder staunen lässt.
Vom Parkplatz bis zum Strand ca. 3,5 km, ca. 500 Höhenmeter, Restaurant und Sanitäranlagen am Startpunkt vorhanden
Gut zu wissen: Die meisten Wanderungen an der Ostküste sind mittelschwer bis anspruchsvoll. Denken Sie an gutes Schuhwerk und rechnen Sie mit steilen und rutschigen Passagen.
Das Maximum an Wanderabenteuern wartet im Supramonte-Gebirge, genauer gesagt auf dem berühmten Selvaggio Blu. Die mehrtägige Trekkingroute folgt alten Hirtenpfaden und Karrenwegen und umfasst einige Abschnitte ohne klaren Weg, von knapp über dem Meer bis über 700 Meter hoch in der Felslandschaft. Die Route gilt als eine der schwierigsten Italiens, aber auch als eine der schönsten Europas: Hier warten senkrechte Wände, Abseilstellen, kurze Kletterpassagen und Wacholderleitern auf Sie, während tief unter Ihnen das „wilde Blau“ des Mittelmeers schimmert. Nach langen Etappen erreichen Sie Buchten wie Cala Sisine oder Cala Luna oft verschwitzt und staubig, aber mit dem Gefühl, etwas Unvergessliches erlebt zu haben – Übernachtungen unter dem Sternenhimmel inklusive.
Nur für geübte Wanderer und Kletterer mit entsprechender Ausrüstung geeignet!
Gut zu wissen: Die meisten Wanderer absolvieren die rund 50 Kilometer in 4 bis 6 Tagesetappen von Pedra Longa bis Cala Sisine.
Wer Sardinien jenseits der Strände entdecken möchte, fährt in Regionen wie das Gennargentu-Massiv und die Hochebenen der Barbagia südlich von Nuoro im Inselinneren. Hier wirkt die Landschaft erdiger und ursprünglicher. Die Berge sind silbergrau, in den Wäldern dominieren Eichen und Kastanien, in der Ferne läuten die Schafglocken, und immer wieder erreichen Sie Bergdörfer, in denen die Uhren langsamer ticken. Rund um das Gennargentu-Gebirge erwarten Sie Trekkingrouten mit weiten Panoramablicken, die an klaren Tagen bis zum Meer reichen. Die Temperaturen sind angenehmer als an der Küste, und im Frühherbst leuchtet das Laub in warmen Farben, während am Horizont schon Schneewolken andeuten, dass man auf Sardinien in manchen Wintern sogar Skifahren kann.
Kulinarik-Tipp: Kehren Sie in den Bergdörfern in urigen Gasthäusern ein und probieren Sie sich durch hausgemachte Köstlichkeiten. Pasta, Pecorino und Seadas (frittierte Teigtaschen) sind die ideale Stärkung nach einem Wandertag.
Im Norden treffen Sie auf skurrile Granitformationen, die der Wind wie abstrakte Skulpturen geschliffen hat, und auf kurze, aussichtsreiche Wanderungen mit ständigem Meerblick. Rund um Capo Testa oder entlang der Costa Smeralda verlaufen leichte bis mittelschwere Wege, ideal für Genusswanderer und Familien, die Badeurlaub mit Ausflügen in die Natur verbinden wollen.
Der wohl beste Ausgangspunkt für Wanderer ist die Küstenstadt Olbia im Nordosten der Insel. Hier kommen viele Fähren an, und auch ein Flughafen erleichtert die Anreise. Außerdem überrascht das Städtchen mit einer kleinen, aber feinen Altstadt zum Bummeln und geschichtsträchtigen Sakralbauten wie der Basilica San Simplicio. Kommen Sie tagsüber auf ein Eis oder zum Abendessen in eine der urigen Trattorien, wo Sie mit sardischer Küche, regionalen Weinen und ganz viel Gastfreundschaft begrüßt werden. Und wenn es Sie aus der Stadt herauszieht, sind Sie in wenigen Autominuten an Stränden wie Pittulongu oder Porto Istana sowie im bergigen Hinterland der Gallura, wo malerische Wanderungen zwischen Korkeichen und Granitfelsen auf Sie warten.
Hotel-Tipp: Der ideale Ausgangspunkt für Ihre Abenteuer im Norden der Insel ist das Mercure Olbia, in dem Sie sich nach einem Tag Wandern auf Sardinien im Spa mit Pool ausgiebig entspannen.
Im Süden Sardiniens lockt eine Mischung aus urbanem Flair und Natur. Hier liegt die Inselhauptstadt Cagliari – mit Flughafen für eine bequeme Anreise. Einmal angekommen, freuen Sie sich auf historische Viertel und die Aussichtspunkte oberhalb der Stadt. Dazu bekommen Sie lange Strände wie den Poetto und salzhaltige Lagunen, in denen Flamingos leben. Unternehmen Sie hier entspannte Wanderungen über Uferwege, erklimmen Sie kleine Höhenzüge und streifen Sie durch geschützte Naturschutzgebiete – stets begleitet vom Blick auf den malerischen Golf der Engel.
Hotel-Tipp: Das Palazzo Tirso Hotel Cagliari - MGallery Collection liegt direkt am Hafen, wenige Gehminuten von der Via Roma und den historischen Stadtvierteln entfernt.
In Cagliari selbst lohnt eine Stadtwanderung zur Bastione di Saint Remy, die mittelalterlichen Türme oder das römische Amphitheater. Eine Strandwanderung mit Badepause macht an der langen Promenade des Poetto-Strands besonders viel Freude. Und danach entspannen Sie im Premium-Spa by L’Occitane im Palazzo Tirso Hotel oder genießen den Panoramablick von der Rooftop-Bar mit Mittelmeerblick und lassen bei sardischer Küche im Restaurant „Terra“ den Abend ausklingen.
Kulinarik-Tipps: Probieren Sie das hauchdünne Pane Carasau & Frattau mit Olivenöl, die Gnocchi-Variante Malloreddus alla Campidanese und Culurgiones, die gefüllten Teigtaschen mit Kartoffel-Minz-Pecorino.
Eines der schönsten Wandergebiete im Umland von Cagliari ist der Parco dei Sette Fratelli östlich der Stadt. Die Wege in dem großen Wald- und Berggebiet sind gut markiert und führen durch Granitberge, Kork- und Steineichenwälder. Und mit etwas Glück entdecken Sie bei Ihrer Tour neben unzähligen Vogelarten auch einen der seltenen sardischen Hirsche.
Die besten Reisezeiten, um auf Sardinien wandern zu gehen, sind Frühling und Herbst, wenn die Tage schon warm, aber noch nicht heiß sind. Vor allem an der Küste können die Temperaturen im Sommer auf bis zu 40 °C steigen, was entspannte Wanderausflüge auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden beschränkt. Daher sollten Sie wandern auf Sardinien entweder zwischen März und Mai, wenn die Macchia blüht, oder zwischen September und November, wenn die Weinlese gerade vorüber ist. In diesen Monaten können Sie sich meist sogar noch im Meer abkühlen, und die Küstenlandschaft ist deutlich ruhiger als in den Sommerferien.
Überlegen Sie außerdem, die folgende Grundausrüstung zum Wandern auf Sardinien mitzubringen:
Ein Punkt, der beim Wandern auf Sardinien nicht zu kurz kommen sollte, ist der Umweltschutz. Nachhaltiger Tourismus ist heutzutage immer ein Thema, doch bei einem Wanderurlaub gewinnt er noch einmal an Bedeutung. Immerhin sind die spektakuläre Küstenlandschaft und die teils sehr ursprünglichen Gebirge auf Sardinien empfindliche Ökosysteme. Beim Wandern können Sie viel tun, um das Naturparadies auf der Insel zu schützen, zum Beispiel, indem Sie immer auf den markierten Wegen bleiben, Ihren Müll mit nach Hause nehmen, Feuerverbote respektieren und mit der Ressource Wasser sparsam umgehen.
Sollten Sie Wanderungen durch Naturschutzgebiete unternehmen, informieren Sie sich unbedingt vorab über die Regeln vor Ort. Für manche Regionen benötigen Sie eine Genehmigung oder müssen sich geführten Touren anschließen. Letztere sind vor allem in Schutzgebieten eine gute Idee, da die lokalen Guides nicht nur die schönsten Wanderungen kennen, sondern auch genau wissen, worauf zu achten ist. Zu den wichtigsten Naturschutzgebieten auf Sardinien zählen:
Sardinien eignet sich hervorragend für individuelle Entdeckungsreisen, bei denen Sie mehrere Regionen kombinieren: ein paar Tage an der Ostküste, dann ins Inselinnere und zum Schluss in den Süden, wo einige der schönsten Strände Sardiniens warten. Sie möchten am liebsten gleich loswandern?
Ja, Sardinien ist ein echtes Wanderparadies mit einer großen Bandbreite an Wanderwegen: von familienfreundlichen Küstenpfaden bis zu mehrtägigen Trekkingrouten wie dem Selvaggio Blu. Viele Routen führen durch Naturschutzgebiete, vorbei an Olivenhainen, Felsformationen und einsamen Stränden, sodass sich Aktivurlaub und Entspannung ideal kombinieren lassen.
Zu den schönsten Wanderregionen zählen die Ostküste mit dem Golfo di Orosei und dem Supramonte-Gebirge, der Gennargentu im Inselinneren und die Granitlandschaften im Norden. Hier finden Sie alles von leichten Küstenwegen bis zu anspruchsvollen Trekkingrouten wie dem Selvaggio Blu.
Die beste Reisezeit zum Wandern ist im Frühling (März bis Mai) und im Herbst (September bis November), wenn es mild ist und die Pfade weniger überlaufen sind. Im Hochsommer wird es vor allem an der Küste und auf sonnenexponierten Wegen sehr heiß, daher eignen sich dann nur kurze Touren in den kühleren Tageszeiten.
Das hängt vom Geschmack ab: Die Ostküste mit ihren Steilküsten und Traumbuchten gilt für viele als spektakulärste Region, besonders rund um den Golfo di Orosei. Liebhaber von Berglandschaften schätzen den Supramonte und Gennargentu, während der Norden mit Granitfelsen und Inselblicken begeistert und der Süden Stadtflair und Meer verbindet.
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