Der Hyde Park in London: Royales Wellbeing im Grünen

Während die Eichhörnchen im Hyde Park noch immer alle Nüsse unter jenen Wurzeln vergraben, über die einst englische Könige galoppierten, genießen Sie das Dolce Vita der Gegenwart.

Der Hyde Park in London mit Serpentine und Londoner Skyline aus der Luft gesehen

Jahrhundertelang schien es so, als hätte die Zeit ihn einfach vergessen – erst als Wilhelm der Eroberer im Jahr 1086 alle Grafschaften Englands vermessen ließ, taucht er als Manor of Hyde in einem mittelalterlichen Grundbuch auf, dem legendären Domesday Book. Anno 1536 war es mit dem Dornröschenschlaf endgültig vorbei, denn kein Geringerer als King Henry VIII. beanspruchte den Hyde Park in London nun ganz für sich allein. Und so galoppierte der despotische Tudor-Monarch siegestrunken durch sein neues Jagdrevier.


Über zwanzig Königinnen und Könige hat der Hyde Park in London seither kommen und gehen sehen – die Tudors, die Stuarts, die Welfen und die Windsors – und alle haben sie ihre Spuren hinterlassen. Für die erste Sensation jedoch sorgte King Charles I., der als passionierter Schachspieler herzlich wenig für die Jagd übrig gehabt haben soll und deshalb keinerlei Skrupel hatte, den königlichen Hyde Park im Jahr 1637 dem gesamten Volk zugänglich zu machen.


Wie ein lebendiges Geschichtsbuch spiegelt uns der Hyde Park heute in jedem Baum und unter jedem Stein ein halbes Jahrtausend der feinen englischen Lebensart und das aristokratische Flair der britischen Krone wider, mit all ihren Höhen und Tiefen.

Wellington Arch mit Quadriga auf dem Weg vom Buckingham Palace in den Hyde Park, London

Aus 1 mach 2: Mit einem Bein in den Kensington Gardens

Auf jedem Parkplan sehen Sie es sofort: Der Hyde Park und die Kensington Gardens gehen nahtlos ineinander über – im Grunde waren die beiden Parks auch nie wirklich getrennt. Erst 1689, als das gemeinsam regierende Königspaar Mary II. und William III. seine Residenz in den Kensington Palace verlegte, wurde der Park geteilt. Im Klartext: Die beiden haben sich für ihren privaten Schlossgarten einfach ein Stück Hyde Park „geklaut“.

Zum Vergleich: Der Hyde Park in London ist mit 142 Hektar dreimal so groß wie die Insel Mainau im Bodensee. Zusammen kommen Hyde Park und Kensington Gardens auf rund 250 Hektar. Damit ist das gesamte Parkareal größer als das Fürstentum Monaco.

Die heutige Parklandschaft haben wir im Wesentlichen Queen Caroline zu verdanken, der Gemahlin von King George II. Sie war es nämlich, die ab 1728 mit ihrem sprichwörtlichen grünen Daumen die Kensington Gardens und damit auch den angrenzenden Hyde Park entscheidend geprägt hat. Die Parkgrenze verläuft entlang des West Carrier Drive von Norden nach Süden, wobei die Grenze im Wasser von der imposanten Serpentine Bridge markiert wird, die zwischen The Serpentine (Hyde Park) und The Long Water (Kensington Gardens) errichtet wurde.

Imposante Serpentine Bridge im Hyde Park, London, an einem klaren Herbstmorgen

3 historische Perlen am Hyde Park Corner

Viele Touristen gehen einfach daran vorbei, wenn sie von Buckingham Palace kommend schnurstracks in den Hyde Park strömen. Machen Sie nicht denselben Fehler – noch vor dem offiziellen Parkeingang warten einige Überraschungen auf Sie:

Ihr Logenplatz mit Panoramablick auf die Reiterparade der Königlichen Leibgarde

1825 erbaut, um das nördliche Eingangstor zum Buckingham Palace zu schmücken, thront er inzwischen auf der Insel des Kreisverkehrs direkt gegenüber des Hyde Parks: Wellington Arch. Mit seiner Quadriga besitzt er nicht nur die größte Bronzeskulptur in Europa, er hat auch innere Werte:


Über eine Wendeltreppe im Inneren dieses imposanten Triumphbogens gelangen Sie zu den Außenbalkonen. Natürlich genießen Sie hier oben einen grandiosen Blick über den Hyde Park und die angrenzenden Sehenswürdigkeiten, vor allem aber sitzen Sie bei entsprechendem Timing buchstäblich in der ersten Reihe, wenn die berittene Leibgarde des Königs vorbeizieht.


Nicht verpassen:
Jeden Montag, Mittwoch und Freitag – um exakt 10:28 Uhr und bei jedem Wetter – verlassen die Soldaten des Wachregiments die Stallungen der Hyde Park Barracks. Während die Polizei den Verkehr anhält, reitet die Kavallerie in Formation direkt auf Sie zu und schließlich unter dem Triumphbogen hindurch in Richtung Horse Guards Parade. Dort beginnt um 11:00 Uhr die eigentliche Zeremonie der Wachablösung.

Hotel-Tipp: Dank erstklassiger Lage direkt an der Whitehall und gegenüber der Horse Guards Parade ist das legendäre 5-Sterne-Hotel The Raffles London at the OWO 5 das perfekte Domizil für Ihren Aufenthalt in London. Die fußläufige Strecke zum Hyde Park führt Sie über The Mall zum Buckingham Palace und dann weiter via Constitution Hill zum Hyde Park Corner.

  • Wellington Arch, Apsley Way, Hyde Park Corner, London, W1J 7JZ
  • Aussichtsplattform und Ausstellungsräume geöffnet von Mittwoch–Sonntag 10:00–17:00 Uhr
  • Eintritt: ab 9 £
  • Underground-Station: Hyde Park Corner
Soldaten des Wachregiments reiten zu den Hyde Park Barracks durch den Hyde Park, London

So wohnte der Mann, der Napoleon besiegte

Roter Brokat an den Wänden, reich verzierte Flügeltüren, schwere Kronleuchter und überall Gold, so weit das Auge reicht: Wer in die palastartigen Salons von Apsley House geladen war, konnte mit einer rauschenden Siegesfeier rechnen. Arthur Wellesley, besser bekannt als der erste Duke of Wellington, wurde über Nacht zum Superstar, als er 1815 bei der Schlacht von Waterloo den Sieg über Napoleon Bonaparte verkündete.


Der britische Feldmarschall und spätere Premierminister war aber nicht nur ein brillanter Militärstratege und stolzer Gastgeber, sondern auch leidenschaftlicher Kunstsammler. In seiner 28 Meter langen Gemäldegalerie können Sie Alte Meister wie Rubens, Velázquez, Tizian, Bruegel d. Ä. und Goya bewundern, während es im Dining Room wertvolles Tafelsilber, Meißner Porzellan und unzählige militärische Auszeichnungen zu entdecken gibt.


Das ursprünglich für Baron Apsley errichtete Herrenhaus von 1770 geht auf das Konto des schottischen Architekten Robert Adam, der übrigens auch die ikonischen Chesterfield-Sofas entworfen hat.

Fun Fact: Zur damaligen Zeit lag der Hyde Park noch am Stadtrand von London, direkt neben den Mautschranken an der Straße nach Bath. Für Reisende, die von Westen kommend das Londoner Zollhäuschen am Hyde Park Corner passierten, war die Residenz von Baron Apsley das erste Gebäude, das sie sahen. Seitdem ist Apsley House auch als „Number 1, London“ bekannt.

Apsley House:

  • 149 Piccadilly, Hyde Park Corner, London W1J 7NT
  • geöffnet: Mittwoch–Sonntag 11:00–17:00 Uhr
  • Eintritt: ab 14,50 £ im Vorverkauf
  • Underground-Station: Hyde Park Corner

Treten Sie ein: durch das Tor Ihrer Majestät

Um das Apsley Gate in seiner ganzen Pracht aufs Bild zu bekommen, müssen Sie ein paar Meter zurückgehen. Der dreiteilige Säulenbau, dessen Tore einst nur zur Durchfahrt der königlichen Kutschen vorgesehen waren, beeindruckt mit monumentaler Größe und einem Fries, das den Elgin Marbles des Athener Parthenon-Tempels auf der Akropolis nachempfunden ist. Die Pläne für dieses Monument aus dem Jahr 1829 stammen aus der Feder des berühmten Architekten Decimus Burton, der damals gerade mal 25 Jahre alt war.


Das Apsley Gate liegt direkt am Hyde Park Corner und ist der schönste Eingang in den Park.


4 praktische Tipps für Ihren Aufenthalt im Hyde Park in London:

  1. Der Hyde Park in London ist täglich ab 5:00 Uhr früh bis Mitternacht geöffnet.
  2. Der Eintritt in den Park ist kostenlos.
  3. Laufwege sind ab Einbruch der Dunkelheit beleuchtet.
  4. Fahrradverleih und PKW-Parkplätze befinden sich nahe West Carriage Drive / Serpentine Bridge

Underground-Stationen nahe der Hyde-Park-Eingänge: Hyde Park Corner (Südost), Knightsbridge (Süd), South Kensington (Südwest), Lancaster Gate (Nordwest), Marble Arch (Nordost)

Apsley House, das ehemalige Domizil des Dukes of Wellington, an der Hyde Park Corner, London

3 Glücksorte im Hyde Park zum Entspannen

Schon Aristoteles wusste, wie sehr ein Spaziergang die Sinne belebt. Im Hyde Park in London schöpfen Sie diesbezüglich aus dem Vollen.

Folgen Sie dem Duft der Rosen

Der Rosengarten gehört zu den sinnlichsten Sehenswürdigkeiten im Hyde Park in London. Kunstvoll angelegte Wege laden zum Flanieren ein, während die romantischen Skulpturen stets für ein Selfie zu haben sind. Im Juni und Juli, wenn die Rosen in voller Blüte stehen, gibt es für die Natur kein Halten mehr: Die Farben explodieren und die Düfte strömen in jede Himmelsrichtung, um ein Spektakel für alle Sinne zu kreieren. Und weil zwischen den Rosen verschiedene Kräuter angepflanzt werden, liegen auch außerhalb der Rosenblüte herrliche Aromen in der Luft.

Einfach mal die Zeit anhalten

Während Sie sich The Dell nähern, einem kleinen, abgeschiedenen Garten südlich des Serpentine, fällt mit jedem Schritt ein wenig mehr Stress von Ihren Schultern ab. Umgeben vom Blätterrauschen uralter Bäume und dem Plätschern eines kleinen Wasserfalls nutzen Sie die ruhige Atmosphäre, um mal wieder ganz tief Luft zu holen. Wie ein geheimer Rückzugsort, der schweigen kann, egal, was Sie ihm anvertrauen.


Gleich nebenan liegt Nannie’s Lawn, der eine ebenso beruhigende Atmosphäre verströmt. Kurz nach der Jahrhundertwende sollen hier edwardianische Kindermädchen in ihren typischen blauen Gewändern die ihnen anvertrauten Kinder spazieren gefahren haben.

Idyllische Holzbänke umrankt von Rosen im Rosengarten des Hyde Parks, London

Was flüstert Ihnen die Natur ins Ohr?

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein sollte ein englischer Garten wie ein begehbares Gemälde gestaltet sein. Schönheit und Idylle waren dabei das Maß aller Dinge. Absichtlicher Wildwuchs, um der heimischen Vogelwelt ein Zuhause und Nahrung zu bieten? Undenkbar! Der Naturforscher und Ornithologe William Henry Hudson hatte zu Lebzeiten also einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten: Schon 1898 schrieb er in seinem Buch „Birds in London“, dass das Beobachten von Wildvögeln und das Lauschen ihrer Stimmen einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Menschen habe (was Wissenschaftler längst bestätigt haben).

„Jeder Park sollte einen Ort haben, an dem die Natur das Sagen hat.“
William Henry Hudson (1841–1922)

Heutzutage ist „Birdwatching“ ein äußerst beliebtes Hobby. Sie möchten es selbst einmal ausprobieren? Im Hyde Park in London, direkt unterhalb der westlich gelegenen Gewächshäuser, finden Sie im Hudson Memorial Bird Sanctuary optimale Bedingungen vor: Zahlreiche Wildblumen, Bäume und Pflanzen schaffen natürliche Brutplätze für über 200 Vogelarten, von der niedlichen Schwanzmeise bis zum seltenen Feldschwirl. Nehmen Sie ein Fernglas mit, installieren Sie auf Ihrem Smartphone eine Vogelstimmen-App wie Merlin Bird und staunen Sie über die vielen verschiedenen Sangeskünstler, die aus dem fröhlichen Gezwitscher herauszuhören sind.

Ein Entenpärchen in einem kleinen Bach im Hyde Park, London

3 Orte im Hyde Park, die Geschichte(n) schrieben

Sie haben wenig Zeit und wollen nur mal kurz in den Park schnuppern? Aufgrund der zentralen Lage des Hyde Park in London können Sie einen Besuch der geschichtsträchtigsten Hotspots auch gut mit anderen Aktivitäten verknüpfen:

Speakers’ Corner: die Bühne des Volkes

Der berühmte Speakers’ Corner im Hyde Park geht auf einen schaurigen Brauch zurück. Nur wenige Meter entfernt stand von 1196 bis 1783 der große Galgen von Tyburn. Die zum Tode Verurteilten durften unmittelbar vor der Vollstreckung noch eine letzte Rede vor großem Publikum halten, das seinerseits für die besten Tribünenplätze sogar Eintrittsgeld zahlte.


Dieser Tradition folgend darf seit Mitte des 18. Jahrhunderts im Speakers’ Corner wirklich jeder auf die mitgebrachte „Soapbox“ steigen – meist eine Leiter oder Kiste – und seine eigene Meinung öffentlich verkünden, so absurd sie auch sei. Die sich versammelnden Passanten sind natürlich selten einverstanden, reagieren mit lautstarken Buh-Rufen oder wütenden Zwischenfragen und tragen so ihrerseits zum Unterhaltungswert bei. Zu den bekanntesten Rednern im Speakers’ Corner zählen Lenin, Marx und Orwell, die hier seinerzeit revolutionäre Thesen unters Volk brachten, während Emmeline Pankhurst und ihre Suffragetten mit flammenden Reden für die Frauenrechte kämpften:


Speakers' Corner:

  • nordwestliche Parkecke
  • Zugang über Marble Arch
  • Die meisten Redner kommen sonntags

Tyburn-Gedenkplatte:

  • Bayswater Road
  • eingelassen auf der Verkehrsinsel bei Marble Arch
  • zu erkennen an den drei Bäumchen, die den damaligen Standort des Tyburn-Dreiecksgalgen markieren

Shopping-Tipp: Ein Abstecher zum Speakers’ Corner ist ideal, wenn Sie am Sonntag in der benachbarten Bond Street die Flagship-Stores der Haute Couture erkunden wollen – für pompöse Glamour-Heels von Jimmy Choo (die übrigens auch Prinzessin Diana getragen hat) findet sich schließlich immer ein Plätzchen im Koffer. Auch das ikonische Luxuskaufhaus Selfridges in der Oxford Street liegt in unmittelbarer Nähe. Die Shops öffnen sonntags in der Regel für ein paar Stunden um die Mittagszeit.

  • Selfridges: 400 Oxford Street, Mayfair, London W1A 1AB
  • Jimmy Choo: 27 New Bond Street, Mayfair, London W1S 2RH
  • Underground-Station: Marble Arch
Geschäfte von Luxusmarken in der mit britischen Fahnen geschmückten Bond Street, London

Rotten Row: die historische Privatstraße des Königs

Diese idyllische Allee, die parallel zur Südgrenze des Hyde Parks verläuft, war nicht immer so friedlich wie heute. Im Gegenteil: Bis Ende des 17. Jahrhunderts, als die Höflinge des Königs hier noch durch den stockdunklen Wald fahren mussten, um in den Kensington Palace oder nach Whitehall zu gelangen, lauerten finstere Gestalten im Gebüsch, in der Hoffnung auf eine ansehnliche Beute.


Damals wie heute ist die Rotten Row ein beliebter Reitweg, den auch die Life Guards der British Household Cavalry zum Trainieren ihrer Pferde nutzen. Sobald sich im Herbst die Blätter färben, werden Sie bei Ihrem Spaziergang mit einer geradezu magischen Atmosphäre belohnt. Bänke am Wegesrand laden zum Beobachten der fleißigen Eichhörnchen ein.

Shopping-Tipp: Verbinden Sie Ihren Spaziergang mit einem Besuch bei Harrods. Das Luxuskaufhaus liegt nur acht Gehminuten von den Hyde Park Barracks entfernt und ist so legendär, dass die meisten Leute dort einfach irgendeine Kleinigkeit kaufen, nur um in den Besitz der begehrten Harrods-Tüte zu kommen.

Hyde Park Barracks:

  • Knightsbridge, London SW7 1SE
  • Montag, Mittwoch und Freitag: 10:28 Uhr (sowie weitere Termine): Life Guards reiten zur Wachablösung

Harrods:

  • 87–135 Brompton Rd, Knightsbridge, London SW1X 7XL
  • geöffnet Montag–Samstag von 10:00–21:00 Uhr, Sonntag 11:30–18:00 Uhr
  • Underground-Station: Knightsbridge
Breiter Sandweg durch den Hyde Park in London

Eine Hommage an Diana, Prinzessin von Wales

Der von Queen Elizabeth II. am 6. Juli 2004 eröffnete Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen ist eine der beliebtesten Stationen des Diana Memorial Walks. Mit müheloser Eleganz windet sich der 80 Meter lange Brunnen aus Granit durch den englischen Rasen – das ovale Design von Kathryn Gustafson soll Dianas Leben widerspiegeln: An der höchsten Stelle fließt das Wasser gleichzeitig nach links und rechts bergab. Aufgewühlt durch Kaskaden und den rauen Granit tanzt und sprudelt es nach unten, wo es sich schließlich in einem Bassin sammelt und wieder beruhigt.

Gut zu wissen: Sie würden jetzt gerne Schuhe und Strümpfe ausziehen und Ihre Füße im kühlen Nass baden? Nur zu, das ist erlaubt!

Sightseeing-Tipp: Etwa 12 Gehminuten vom Diana-Gedenkbrunnen entfernt befinden sich drei der besten Museen in London. Folgen Sie einfach dem West Carriage Drive nach Süden in Richtung Royal Albert Hall.

  • Science Museum: Exhibition Road, South Kensington, London SW7 2DD
  • Natural History Museum: Cromwell Road, South Kensington, London SW7 5BD
  • V&A Museum: Cromwell Road, London SW7 2RL
  • Underground-Station: South Kensington
Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen im Hyde Park, London

Sport, Spiel und Spaß im Hyde Park

Breite Wege und ausgewiesene Sportflächen laden zum Joggen, Radfahren, Inlineskaten oder Yoga ein. Spaß für die ganze Familie bietet auch das Park Sports Hyde Park – ein richtiges Sportzentrum mit Tenniscourts, Kunstrasenplätzen für 5er-Fußball, Netball-Courts und Tischtennis. Diese Sportplätze sind allerdings kostenpflichtig und gut besucht. Eine Reservierung ist sehr zu empfehlen.

Bootfahren auf dem Serpentine

Für eine romantische Bootsfahrt ist man selbstverständlich nie zu alt. Mieten Sie sich am Serpentine Boathouse ein Ruderboot oder ein Tretboot (wahlweise mit E-Antrieb) und stechen Sie in See! Wer lieber Hand in Hand am Seeufer entlang schlendert, kann den Schwänen zuwinken oder die Fischreiher dabei beobachten, wie sie mit ihren langen Schnäbeln die besten Leckerbissen aus dem Schilf angeln.


Bootshaus am Ufer des Sees:

  • geöffnet: täglich ab 10:00 Uhr, April–Mai bis 18:00 Uhr, Juni–August bis 20:00 Uhr, September bis 19:00 Uhr, Oktober–März bis Einbruch der Dunkelheit; von November–März nur Mittwoch bis Sonntag geöffnet (wetterabhängig)
  • Ticket für Erwachsene ab 6,90 £
Blaue Tretboote auf dem Serpentine im Hyde Park, London, an einem sonnigen Sommertag

Schwimmen im Naturfreibad

Hinein ins kühle Nass! An der südwestlichen Ecke des Serpentine gibt es einen für Schwimmer reservierten Bereich, das sogenannte Serpentine Lido. Drehen Sie Ihre Runden im Wasser mit Blick auf die Houses of Parliament und stärken Sie sich anschließend in der Lido Café-Bar ganz traditionell mit Fish ’n’ Chips oder einer Halloumi-Bowl. Die Panoramaterrasse liegt übrigens direkt am Wasser, sodass Sie Ihre Kids im Auge behalten können.


Freibad Serpentine Lido:

  • geöffnet ab Mitte Mai an Wochenenden, von Juni bis Mitte September täglich 10:00–18:00 Uhr
  • Ticket für Erwachsene ab 6,20 £
  • Reservierung empfohlen

Lido Café-Bar an der Südseite des Sees:

  • geöffnet ab 8:00 Uhr, schließt je nach Monat zwischen 16:00 und 20:00 Uhr
  • Außenterrasse von Ende April bis Anfang September geöffnet

Hoch zu Ross durch den Hyde Park in London

Der Pferdesport hat in Großbritannien eine lange Tradition. Und da der Hyde Park seit Jahrhunderten der berühmteste Reitplatz in England ist, versteht es sich fast schon von selbst, dass Sie hier auch reiten dürfen. Beim Pferdegestüt Hyde Park Stables können Sie private Reitstunden buchen und – je nach vorhandener Reiterfahrung – im gemütlichen Galopp entlang Rotten Row oder Serpentine dem Sonnenuntergang entgegenreiten.


Hyde Park Stables:

  • 63 Bathurst Mews, London W2 2SB
  • geöffnet Montag–Sonntag 9:00–15:00 Uhr
  • Privatstunden ab 115 £ pro Stunde und Person, alle Levels (auch Anfänger) ab 4 Jahren
  • Buchung im Voraus erforderlich
Reiterinnen mit Handpferden auf einem Ausritt im Hyde Park, London

Ikonische Events und Großveranstaltungen im Grünen

Wie bei den Olympischen Spielen von 2012 hat der Hyde Park in London bereits mehrfach die Titelseiten erobert. Einmal war er sogar Nabel der Welt, nämlich 1851 bei der „Great Exhibition“, der allerersten Weltausstellung. Die Hyde-Park-Events der Gegenwart können zumindest in puncto Entertainment aber locker mithalten:

BST Hyde Park: Das British Summer Time Festival

Was haben Taylor Swift, Céline Dion und die Rolling Stones gemeinsam? Sie alle haben im Hyde Park in London schon die Bühne gerockt. Der Charme des mehrwöchigen BST-Festivals beruht vor allem auf der malerischen Lage mitten im Grünen, sodass Sie Ihre Lieblingsband wahlweise ganz nah an der Bühne oder von der eigenen Picknickdecke aus genießen können. Internationale Top-Acts verschiedener Musikgenres sowie aufstrebende Newcomer-Bands sorgen dafür, dass Jahr für Jahr Tausende Fans in den Hyde Park pilgern.

Save the Date: Das BST Hyde Park findet immer im Juli statt.

Während die großen Open-Air-Konzerte des BST-Festivals immer am Wochenende stattfinden, gibt es unter der Woche ein kostenloses Rahmenprogramm, darunter einen Darts-Wettbewerb, Cricket-Sessions, Dancefloors mit DJ, Kinofilme und ein Public Viewing des Wimbledon-Turniers.

Hyde Park Winter Wonderland

Von November bis Januar verwandelt sich der Hyde Park in ein Wintermärchen. Allein für das „Magical Ice Kingdom“ – einen Themenpark aus rund 200 Eisskulpturen – werden 500 Tonnen Eis verarbeitet. Ebenso beliebt ist die Open-Air-Eislaufbahn (wohlgemerkt die größte in ganz Großbritannien). Genießen Sie einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, fahren Sie Achterbahn oder besuchen Sie eine magische Artisten-Show.

Save the Date: geöffnet von Mitte November bis Ende Januar täglich 10:00–22:00 Uhr (außer 25.12.)

Bei Nacht beleuchtete Fahrgeschäfte auf dem Winter Wonderland im Hyde Park, London

Königliches Militärspektakel auf dem Parade Ground

Die Royal Gun Salutes zählen zu den zeremoniellen Ritualen des britischen Königshauses und finden je nach Anlass an verschiedenen Orten statt. Im Hyde Park sind dies:

  • 6. Mai – Coronation Day – Krönungsjubiläum von King Charles III.
  • 9. September – Accession Day – Thronjubiläum von King Charles III.

An diesen beiden Tagen werden von der The King's Troop Royal Horse Artillery jeweils 41 Kanonenschüsse im Hyde Park abgefeuert, und zwar immer um 12:00 Uhr. Fällt ein Tag auf einen Sonntag, findet die Zeremonie einen Tag später statt.


Der eigentliche Höhepunkt ist der Moment, wenn die berittene Artillerie der Königlichen Truppen von Norden kommend in den Hyde Park einreitet. Die in goldbestickter Husaren-Uniform gekleideten Soldaten galoppieren dann in Formation direkt zum Parade Ground – mit sechs historischen Feldkanonen im Schlepptau und in Begleitung einer Militärkapelle der Household Division. Den besten Blick auf das royale Spektakel haben Sie von The Broadwalk am östlichen Parkrand, vorausgesetzt, dass Sie mindestens 20 Minuten vor 12:00 Uhr da sind.


Und nach Ihrem London-Trip? Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub: Machen Sie es wie die Promis und lassen Sie sich von den schönsten Dörfern der Cotswolds südwestlich von London verzaubern, oder erkunden Sie Edinburgh im Herbst – allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie.

Häufige Fragen über den Hyde Park in London

Wofür ist der Hyde Park in London bekannt?

Der Hyde Park ist einer der größten königlichen Parks im Herzen Londons. Er ist bekannt für den See namens Serpentine, den Speakers’ Corner und große Events wie Konzerte und das Winter Wonderland von November bis Januar.

Liegt der Londoner Hyde Park in einer guten Gegend?

Ja, die Gegend rund um den Hyde Park gilt als sehr attraktiv: Sie ist zentral, grün, gut angebunden, von vielen Sehenswürdigkeiten umgeben und wird im Allgemeinen als sicher wahrgenommen.

Ist der Hyde Park kostenlos?

Der Eintritt in den Hyde Park ist kostenlos. Bestimmte Attraktionen wie Bootsfahrten am See oder Sonderveranstaltungen wie Konzerte und das alljährliche Winter Wonderland können jedoch mit Kosten verbunden sein.

Reiseideen

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