28 Juli 2026
5 Minuten
An der bretonischen Atlantikküste um Brest folgt ein Surfspot dem nächsten und wechseln sich kilometerlange Sandstrände mit idyllischen Buchten ab – ideal für einen Urlaub am Meer.
28 Juli 2026
5 Minuten
Gut 2.700 Küstenkilometer umarmen die Bretagne in Frankreichs Nordwesten. Das heißt auch: Eine Badebucht folgt auf die nächste – so viele, dass man kaum hinterherkommt, sie zu zählen. Rund um Brest wirkt die Küste an vielen Stellen besonders ungezähmt. Granitfelsen brechen steil ins Meer ab, auf den Dünen wiegt sich der Strandhafer im Wind, draußen auf dem Atlantik ziehen Fischerboote ihre Runden. Dazwischen entspannen Familien an kleinen Sandstränden oder in geschützten Buchten, und die spektakulären Küstenwege geben immer wieder neue Blicke auf die Leuchttürme, Gezeiten und Brandung frei.
Brest ist zwar kein typischer Badeort, aber das Meer ist hier immer spürbar. Die französische Hafenstadt ist ein idealer Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Tage am, im und auf dem Wasser. Von der geschützten Rade de Brest über die felsigen Kaps der Halbinsel Crozon bis zu den wilden Stränden der Iroise-Küste: Entdecken Sie sieben Strände bei Brest.
Aufgrund ihrer Lage direkt am Meer ist Brest im Departement Finistère seit jeher eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt am Atlantik oder (wie manche sagen): am Ende der Welt. An der Pointe Saint-Mathieu weist ein 37 Meter hoher Leuchtturm den Weg von der schroffen Atlantikküste in die geschützte Rade de Brest. Von einem hafennahen Hotel wie dem Mercure Brest Centre Port ist es nur ein Katzensprung bis zum Stadtstrand.
Auch zu Fuß lohnt sich die Rade de Brest: Entlang der zerklüfteten Küste führen kilometerweite Wanderwege, von denen Sie herrliche Ausblicke auf die Strände bei Brest und die gegenüber liegende Halbinsel Crozon genießen.
Ein Ausflug an den Plage du Moulin Blanc lässt sich leicht in einen Tag in Brest einbauen – nach einem Besuch im Aquarium Océanopolis, vor einem Abendessen im Hafen oder um der langsam im Meer versinkenden Sonne zuzusehen. Der Stadtstrand bietet vor allem eines: Entspannung. Sie können gemütlich spazieren gehen, im feinen Sand liegen, während sich die Kinder an den Klettergerüsten austoben, und die gemütliche Atmosphäre auf der Terrasse eines der nahegelegenen Restaurants oder Cafés genießen. Unweit des Strandes lassen sich Surfbretter, Stand-up-Paddleboards und Kajaks ausleihen, um die Bucht vom Wasser aus zu erkunden.
Wissenswert:
Mit ihren Kaps und Steilküsten sowie traumhaften Stränden mit türkisblauem Wasser gehört die Halbinsel Crozon auf der gegenüberliegenden Seite der Rade de Brest zu den schönsten Ausflugszielen rund um Brest. Crozon ist vieles in einem: Wanderparadies, Wassersporthochburg, Badespot und Postkartenidylle.
Tipp: Bei einer Rundfahrt lohnt ein Stopp in hübschen Fischergemeinden wie Camaret-sur-Mer, wo man Ihnen in urtypischen Fischerlokalen frische Muscheln und Krustentiere serviert.
Einer der schönsten Strände der Halbinsel Crozon nahe Brest ist der Plage de Trez-Bellec. Rund 1,5 Kilometer zieht sich der flache goldgelbe Sandstrand am Rande der Bucht von Douarnenez entlang. Das Wasser ist oft kristallklar und vergleichsweise ruhig. Bei Ebbe spazieren Sie im nassen Sand um kleine Felsen mit Muschelbänken herum. Vielleicht haben Sie Glück und entdecken im flachen Wasser sogar Seesterne (werfen Sie einen Blick in den Gezeitenkalender).
Durch die Lage in der Bucht ist der Plage de Trez-Bellec vor den stärkeren Strömungen besser geschützt als die offenen Altantikstrände der Halbinsel, weshalb auch viele einheimische Familien hier baden gehen. Im Wassersportzentrum Presqu'île Aventures erhalten Sie das Rüstzeug zum Surfen, Coasteering und Kajaken. Oder Sie nutzen das Ebbe-Zeitfenster, um beim Strandsegeln über den glatten Meeresboden zu sausen.
Wissenswert:
Nicht weit von Camaret-sur-Mer zeigt der Atlantik am Plage de Pen Hat seine raue Seite. Der breite Sandstrand liegt offen zum Meer, eingerahmt von steilen Felsen und blühender Heidelandschaft. Wenn der Wind auffrischt, rollen die Wellen mit voller Kraft an den Strand. Das lockt vor allem erfahrene Surfer an. Wer sich hier mit dem Brett ins Wasser wagt, sollte die Bedingungen gut einschätzen können.
Hinweis: Zum Baden ist der Strand nicht geeignet, da die Brandung hoch sein kann und es starke Unterströmungen, sogenannte Baïnes, gibt, die selbst geübte Schwimmer überraschen können.
Die spektakuläre Küstenlandschaft sollten Sie sich dennoch nicht entgehen lassen. Oberhalb des Strandes führt der legendäre Zöllnerpfad (GR34) an den Klippen entlang. Wenn Sie von den Steinreihen von Lagatjar kommen, steigen Sie durch die Heidelandschaft Richtung Strand hinab, vorbei an den Überbleibseln des Manoir Saint-Pol-Roux. Unten angekommen, braucht es nicht mehr viel: eine windfeste Jacke, Galettes oder Kouign-amann (köstliches bretonisches Gebäck) und Getränke – und Zeit, um den Surfenden auf dem Atlantik zuzusehen.
Wissenswert:
Westlich von Brest, wo die Goulet de Brest (Meerenge) die Bucht mit dem offenen Atlantik verbindet, verändert sich die Küste merklich. Die Klippen werden steiler, und die Buchten liegen versteckter. Rund um Plouzané in der Nähe von Brest liegen Strände, die von Leuchttürmen, alten Forts und Küstenwegen umgeben sind und an denen der Wellengang stärker als in der Rade ist.
Je nach Sonneneinstrahlung schimmert in der sandigen Bucht zwischen dichtbewachsenen Felsen das Meer mal leuchtend grün, mal dunkelblau. Oben auf dem Felsen wacht der berühmte Phare du Petit Minou, der gemeinsam mit dem Phare du Portzic den Schiffen den Weg in die Rade de Brest vorgibt. Von oben genießen Sie einen spektakulären Blick über die dunklen Felsklippen.
Vor allem bei einheimischen Surfern aus dem nahegelegenen Brest ist die wildromantische Bucht beliebt, da – wenn eine frische Brise vom Atlantik weht – die Wellen rauschend in die Bucht krachen.
Hinweis: So viel Naturschönheit hat einen (kleinen) Preis: In unmittelbarer Nähe des Strandes gibt es keine Restaurants.
Wissenswert:
Weiter gen Westen geht die Reise entlang der bretonischen Küste, wo das Meer das Leben bestimmt. Im Pays d’Iroise westlich von Brest werden die Strände länger, der Wind kräftiger und der Horizont weiter. Zwischen Plougonvelin, Le Conquet und Ploumoguer wechseln sich Sandbuchten, Steilklippen, Forts und Leuchttürme ab – und viele Strände wirken bei Ebbe plötzlich doppelt so groß.
Kulinarischer Tipp: Aus dem Mer d’Iroise kommen Krabben und andere Krustentiere, die im Le Crabe Marteau im Hafen von Brest serviert werden – mit Holzbrett, Hammer und Lätzchen.
8 Quai de la Douane, 29200 Brest; geöffnet Mo–Sa 12:00–14:30, 19:00–22:30 Uhr (Donnerstag durchgehend)
An der bretonischen Atlantikküste nahe Brest gibt es trotz aller Wildheit auch Strände, an denen der Sand weich ist, das Wasser flach und der tosende Seewind gerne einen großen Bogen macht. Einer dieser Strände ist der Plage du Trez Hir, der windgeschützt in der Bucht vor Plougonvelin liegt und keine Wünsche offenlässt. Hier können Sie sonnenbaden und schwimmen oder sich einfach auf Ihr Handtuch setzen und die Zehen im feinen Sand verstecken, während sich draußen auf dem Wasser die Segel kleiner Jachten im Wind blähen. Oder leihen Sie sich im Centre Nautique de Plougonvelin ein Kajak oder Paddleboard und erkunden Sie die Anse de Bertheaume auf eigene Faust.
An den kleinen Cafés und Restaurants rundherum lässt sich wunderbar vorbeiflanieren. Oder Sie spazieren weiter bis zum Fort de Bertheaume, das über einen Steg mit dem Festland verbunden ist und in den Sommermonaten besichtigt werden kann. Auf die Kleinen wartet eine abenteuerliche Schatzsuche, und wenn Sie Adrenalinkicks mögen, dann nehmen Sie doch die Zipline über das Meer zurück zum Festland.
Wissenswert:
Weite und Wind erleben Sie an einem der eindrucksvollsten Strände in der Nähe von Brest: den naturbelassenen Plage des Blancs Sablons. Bei Ebbe erweckt der rund 2,5 Kilometer lange, weiße Sandstrand den Eindruck, als würde er einfach nicht enden. Bei diesem Anblick überrascht es kaum, dass der mit der Blauen Flagge ausgezeichnete Blancs Sablons einer der meistfotografierten Strände der Bretagne ist – nicht nur wegen seiner leuchtenden Sonnenuntergänge.
Kinder bauen eifrig Sandschlösser oder lassen Drachen steigen, Spaziergänger bummeln stundenlang barfuß durch den Sand. Außerhalb der Hochsaison finden Wassersportler hier großartige Wetterverhältnisse zum Surfen. Oder wie wäre es mit Longe Côte, dem Wasserwandern entlang der Küste?
Wie wäre es mit einem Tagesausflug? Dann verbinden Sie den Strandbesuch mit einem Abstecher zum Phare Kermorvan oder ins entzückende Hafenstädtchen Le Conquet, wo auch die Fähre auf die mythenreiche Île d'Ouessant ablegt.
Sie können von den wildromantischen Stränden der Bretagne nicht genug bekommen? Im Sainte-Barbe Hotel & Spa Le Conquet - MGallery Collection übernachten Sie nicht nur direkt an, sondern geradezu über der Küste!
Wissenswert:
Weiter nördlich, bei Ploumoguer und Plouarzel, liegen Strände wie Kerhornou und Corsen. Sie sind weniger bekannt als Trez Hir oder Blancs Sablons, bieten aber genau das, was viele an der bretonischen Atlantikküste suchen: eine raue, ursprüngliche Steilküstenlandschaft, in der die Luft nach Salz schmeckt und das hypnotische Rauschen der Wellen schon aus Ferne zu hören ist. Am Strand Kerhornou geht es steil ins Meer hinein, weshalb viele zum Küstenwandern hierherkommen. Corsen liegt ein Stück näher an der Pointe de Corsen, dem westlichsten Punkt des französischen Festlands. Vor der Küste tummeln sich manchmal eine Delfinfamilie und etliche Robben, während Sie sich an ruhigen Tagen im kristallklaren Wasser erfrischen können.
Wissenswert:
Wer in der Bretagne ans Meer fährt, entdeckt jedes Mal eine andere Seite der Region. Genau das macht die Strände rund um Brest so reizvoll. Wenn Sie länger auf Reisen sind, erkunden Sie auch den Rest der Küste von Nordfinistère. Dort verstecken sich weitere Strandperlen, die sich auch für einen Tagesausflug von Brest eignen. Bon voyage!
Ja, an ausgewiesenen Stränden. Je nach Strand können Badeverbote gelten, und die Gezeiten spielen eine wichtige Rolle. Informieren Sie sich vorab.
Die bretonische Küste ist unglaublich vielfältig, weshalb ganz unterschiedliche Orte infrage kommen. Der schönste Strand ist deshalb meist der, der am besten zu Ihrem Urlaubstag passt. Häufig wird jedoch der Tahiti-Strand in Névez als einer der schönsten Strände der Bretagne genannt, weil das Wasser dort so türkisblau leuchtet, dass Sie sich wie in der Karibik fühlen.
Von Juni bis September. Im Juli und August sind viele Strände bei Brest überwacht und gut zum Baden geeignet. Zum Spazieren, Wandern oder Surfen lohnen sich auch Frühling und Herbst. Am besten holen Sie vor jedem Strandtag Informationen zu Wetter, Gezeiten und Badehinweisen ein.