Meer sehen: 6 wunderschöne Strände in Marseille

Stadt- oder Strandurlaub? Marseille sagt: beides – und lockt mit idyllischen Stadtstränden, versteckten Buchten, kristallklarem Wasser und traumhaften Meerblicken.

Eine Reihe Palmen am Sandstrand von Marseille vor blauem Himmel mit leichter Bewölkung

Wenn Sie sich nicht zwischen Badeurlaub und Städtereise entscheiden können, ist Marseille möglicherweise das richtige Reiseziel für Sie. In der zweitgrößten Stadt Frankreichs finden Sie nicht nur die besten Voraussetzungen für ausgiebige Sightseeing-Touren, bei denen Sie in den bunten Vierteln auch die südfranzösische Küche besser kennenlernen können. Um zwischendurch den Großstadttrubel hinter sich zu lassen, suchen Sie eine willkommene Abkühlung an den zahlreichen Stränden in und um Marseille. Von dem feinsandigen Plage des Catalans in der Nähe des malerischen Vieux Port bis hin zu den wildromantischen, türkisblauen Felsbuchten der Calanques außerhalb der Stadt zeigen die Strände Marseilles viele Gesichter. Da die Auswahl groß ist, finden Sie hier sechs der schönsten Strände Marseilles, die sich wunderbar mit einem Städtetrip verbinden lassen.

Segelboote und -yachten am Vieux Port von Marseille an einem sonnigen Tag

Hier trifft die Stadt auf den Strand: 6 der schönsten Strände in und um Marseille

Wer in den Sommermonaten nach Marseille reist, für den lohnt ein Abstecher an den Strand. Denn die sonnenverwöhnte Hafenmetropole bezaubert nicht nur mit Sehenswürdigkeiten wie der Basilika Notre-Dame de la Garde, dem Vieux Port und dem quirligen Altstadtviertel Le Panier. Entlang der Küste ziehen sich außerdem einige der schönsten Strände Südfrankreichs.

01. Im Stadtzentrum planschen: Plage des Catalans

Nur einen kurzen Spaziergang vom Vieux Port, dem alten Hafen, entfernt schmiegt sich Marseilles berühmter Stadtstrand, La Plage des Catalans, ans tiefblaue Mittelmeer. Hierhin zieht es in den Sommermonaten die Marseiller und auch Zugereiste, die nach einer schnellen Erfrischung suchen. Dementsprechend eng kann es an heißen Tagen auf dem rund 200 Meter langen Strandabschnitt werden. Es lohnt sich also, früh da zu sein, um sich ein gemütliches Plätzchen im hellen Sand zu sichern. Oder kommen Sie in den Abendstunden, wenn das Gewusel am Strand etwas nachlässt und die Sonne orangerot über dem Meer versinkt. Von einer kleinen Aussichtsplattform blicken Sie bis hinüber zu den Frioul-Inseln, die vor der Küste im Wasser liegen.

Funfact: Der Strand heißt so, weil hier im 17. Jahrhundert eine Gruppe katalanischer Fischersleute an Land ging. Bekannt ist er aber auch aus Alexandre Dumas‘ Abenteuerroman „Der Graf von Monte Cristo“.

Da der Strand sanft ins Meer abfällt, können auch die Kleinen gut im Wasser planschen. Wenn Sie nicht nur im weichen Sand faulenzen möchten: Auf den Beachvolleyballplätzen ist immer etwas los. Oberhalb des Strandes reihen sich kleine Bars und Restaurants aneinander. Von dort lässt sich der Sonnenuntergang wunderbar mit einem Sundowner begrüßen. In Strandnähe halten mehrere Buslinien, die Sie anschließend sicher zurück ins Hotel bringen.

Insidertipp: Entdecken Sie den Plage des Catalans auch unter Wasser – auf dem markierten und auch für Schnorchelanfänger geeigneten Unterwasserpfad. Hier erwarten Sie nicht nur die einheimische Unterwasserflora, sondern auch die versenkten Statuen des Musée Subaquatique de Marseille.

Wissenswert:

  • Anreise mit den Buslinien 83 und 82 S möglich
  • kostenlose öffentliche Duschen und Toiletten
  • Strand wird in den Sommermonaten überwacht
  • Hunde nicht erlaubt
Eingangstor zum Plage des Catalans, einem berühmten Strand von Marseille

02. Mediterrane Leichtigkeit spüren: Plage du Prophète

Wenn Sie im Mercure Marseille Centre Bompard La Corniche übernachten, können Sie morgens nach dem Aufstehen direkt den Sand unter den Füßen spüren. Denn das Hotel liegt nur einen kurzen Spaziergang von einem der schönsten Sandstrände Marseilles entfernt: dem Plage du Prophète. Sie erreichen den Strand aber auch vom Stadtzentrum aus mit der Buslinie 83 über die legendäre Küstenstraße La Corniche Kennedy.


Von dem feinen, sanft zum Wasser abfallenden Badestrand blicken Sie auf Chateau d’If und die anderen Frioul-Inseln. Hier treffen sich auch gern die Einheimischen, spielen Volleyball oder lassen die Woche miteinander Revue passieren, während die Kleinen eifrig Sandburgen bauen. Besonders zum Sonnenuntergang, wenn die Sonne das Meer und die vorgelagerten Inseln in ein warmes Licht taucht, ist das traumhaft anzusehen.


Wissenswert:

  • Bushaltestelle: Plage du Prophète
  • Duschen und Toiletten sowie Einkehrmöglichkeiten vorhanden
  • kostenloses Parken in der Nähe
Menschen baden und sonnen sich am Plage du Prophète, einem Strand in Marseille

03. Entspannt Baden mit Ausblick: Plage du Fortin

Nordwestlich von Marseille ist das Wasser kristallklar. Der Blick von der Straße hinunter auf den zerklüfteten Plage du Fortin, einen der gemächlicheren Strände Marseilles, ist wunderschön. In der Ferne grüßt die Stadt, und um den Strand und das leuchtend blaue Meer zieht sich eine mächtige Steinbogenbrücke von Fels zu Fels.


Auf dem Weg hinunter in die kieselige Bucht passieren Sie im Jardin de Corbière kleine Picknickbänke und Grillplätze unter Pinienbäumen. Manchmal versorgen Sie hier auch Foodtrucks. Bringen Sie etwas Zeit mit, um nach dem Strandausflug noch im nahegelegenen ehemaligen Fischerdorf L’Estaque provenzalisches Flair zu schnuppern. In den kleinen Bistros der farbenfrohen Gassen werden köstliche Panisse serviert, die südfranzösischen Kichererbsenfritten.

Funfact: Paul Cézanne liebte die felsige Landschaft und das tiefblaue Mittelmeer – und verewigte L’Estaque mit den Kiefern, den gelben Häusern und roten Dächern in seinen Bildern.

Wissenswert:

  • ca. 20 Autominuten ab Marseille
  • alternative Anreise nach L’Estaque mit städtischer Fähre (Navette) ab Vieux Port
  • Duschen und Toiletten vorhanden
Beeindruckende Steinbogenbrücke am Plage du Fortin, einem Strand in Marseille

04. Badespaß mit der Familie: Plage du Prado

An der Südküste von Marseille, am Ende der Corniche Kennedy, erstreckt sich auf dreieinhalb Kilometern der längste Strand der Mittelmeermetropole. Angelegt wurde der feine Kiesstrand in den 1970er-Jahren, um Marseilles Küste für die Bevölkerung zugänglicher zu machen. Mittlerweile hat sich der Plage du Prado unter den Marseiller Stränden zu einem beliebten Ausflugsdomizil entwickelt. Im Sommer strömen hier die Einheimischen in Massen ans Wasser. Vor allem die Beachvolleyballplätze sind dann heiß begehrt. Je nach Windstärke stürzen sich hier auch gern Surfer in die Wellen, und Kitesurfer heben in Windeseile über dem Mittelmeer ab.


Der Plage du Prado besteht aus einer Reihe kleiner Strände in Marseille, die alle ihren eigenen Charakter haben. Wenn Sie es etwas rauer und aktiver mögen, besuchen Sie den Plage de L’Huveaune, wo der für Marseille typische Mistralwind öfter sein Gesicht zeigt. Viele einheimische Familien baden und sonnen sich am sandigeren Plage de Bonneveine. Der halbmondförmige Strand liegt ein wenig geschützt in einer Bucht. Wenn Sie Ihren Badeurlaub entspannter angehen möchten, breiten Sie hier Ihr Handtuch aus und beobachten die Jogger, die ihre Runden entlang der Strandpromenade ziehen.

Insidertipp: Im Sommer werden in der nahen Bowl aufregende Skating- und BMX-Wettbewerbe ausgetragen, sodass es hier zwischen den Badeeinheiten immer etwas zum Bestaunen gibt.

Wissenswert:

  • teilweise barrierefrei zugänglich (Amphibienrollstühle vorhanden)
  • Duschen und Toiletten je nach Strandabschnitt vorhanden
Sonnenbadende Menschen am Plage de Bonneveine in Marseille, mit Riesenrad im Hintergrund

05. Das Surferparadies unter Marseilles Stränden: Plage de la Pointe Rouge

Noch weiter raus der Stadt immer an der Küste entlang treffen Sie auf einen der wohl besten Spots, um im Marseille-Urlaub Surfen, Paddeln oder Kajakfahren zu lernen. Am Plage de la Pointe Rouge in der Nähe des gleichnamigen Jachthafens haben sich gleich mehrere Windsurf- und Segelschulen sowie Kajakverleihe niedergelassen, um bei Mistralwind die Wellen zu bezwingen. Der weitläufige Strand mit seinen kleinen Strandbars und Restaurants ist aber ebenso perfekt, um nach einer langen Sightseeing-Tour durch Marseille die Füße im weichen Sand zu vergraben.


Auch wenn sich im Sommer hier viele Sonnenhungrige tummeln, findet sich immer ein Plätzchen, um die Seele baumeln zu lassen und ab und zu ins klare, sanft abfallende Wasser zu wandern.


Wissenswert:

  • In den Sommermonaten fährt regelmäßig eine Fähre vom Alten Hafen zum Pointe Rouge (ca. 30 Minuten).
  • Schließfächer, Duschen und Toiletten vorhanden
  • Strand ist bewacht
  • barrierefrei zugänglich
Windsurfer im französischen Mittelmeer an einem stürmischen Tag mit hohen Wellen

06. Verborgenes Naturjuwel: Calanque d’En-Vau

Einer der wohl schönsten Strände Marseilles erfordert etwas mehr Planung, um ihn zu erreichen. Die Calanque d’En-Vau im Nationalpark Calanques lässt sich nämlich nur per Boot oder zu Fuß erkunden. Steil ragen die Felswände in die Höhe, und am Fuße der tief eingeschnittenen, fjordähnlichen Bucht glitzert das Wasser in herrlichen Türkistönen.


Wenn Sie gut zu Fuß sind, erreichen Sie diesen verborgenen Badestrand bei einer Wanderung von Cassis aus. Diese führt durch duftende Pinienwälder, über steinige Pfade und eine recht steile und felsige Piste hinunter ans Meer. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sollten Sie nicht vergessen! Doch die Strapazen sind es wert: Unterwegs genießen Sie immer wieder atemberaubende Ausblicke über die massiven Kalksteinklippen. Unten angekommen vermischt sich am schmalen Kiesstrand der Duft der Pinien mit der salzigen Meeresbrise, sodass Sie sich nur noch ins kristallklare Wasser zu stürzen müssen.

Entspannte Alternative: Die Calanque de Sormiou ist eine der wenigen Buchten, die Sie außerhalb der Hauptsaison mit dem Auto erreichen können. Über eine malerische, kurvenreiche Straße gelangen Sie in die bewohnte Bucht mit Sandstrand, in der mitunter kleine Fischer- und Segelboote auf dem smaragdgrünen Wasser schaukeln.

Wissenswert:

  • Bootstour ab Marseille möglich (die Boote legen jedoch in der Calanque nicht an)
  • Es gibt eine offizielle Calanques-App mit aktuellen Informationen zu Wetter und Zugängen.
Türkisfarbenes Wasser in der Calanque d’En-Vau bei Marseille

In Marseille stellt sich die Frage gar nicht erst, ob Stadt- oder Strandurlaub. Denn die Metropole am Mittelmeer vereint das Beste aus beiden Welten, sodass Sie Sightseeing wunderbar mit einem Badeurlaub verbinden können. Dabei müssen Sie sich noch nicht einmal einschränken, denn die Strände Marseilles sind so vielfältig, dass Badehungrige, Sonnenanbeter und Aktivurlauber gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie erreiche ich die Strände von Marseille am besten?

Am Vieux Port legen kleine Fähren ab, die Sie zu den Stränden außerhalb des Stadtzentrums bringen. Viele Strände erreichen Sie auch mit dem Bus oder dem Auto. Informieren Sie sich vorab über die jeweiligen Abfahrtszeiten und die (oft kostenpflichtigen) Parkmöglichkeiten vor Ort.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Städte- und Badeurlaub in Marseille?

Am angenehmsten sind die Temperaturen im Juni, Juli und September, um Stadt- und Badeurlaub miteinander zu verbinden. Im September beispielsweise ist das Meer noch recht warm, während die Strände weniger bevölkert sind als im Hochsommer während der Schulferien.

Sind die Strände in Marseille bewacht?

Ja, in den Sommermonaten, meist von Juni bis September, übernehmen Rettungsschwimmer die Aufsicht an einigen Stränden, zum Beispiel Pointe Rouge, Prado oder Catalans. Achten Sie am besten auf die Beschilderung vor Ort.

Reiseideen

Entdecken Sie die schönsten Destinationen und reisen Sie ohne Kompromisse – den Trends immer einen Schritt voraus. Von den entlegensten Ecken der Welt bis hin zu Ausflugszielen ganz in Ihrer Nähe: Lassen Sie sich von unserer Auswahl an Hotels, Reiseführern und praktischen Tipps zu Ihrem nächsten Abenteuer inspirieren.