28 August 2026
4 Minuten
Jedes Jahr das gleiche Ritual: Ab Juli strömen Millionen von Reisenden in die großen europäischen Metropolen. Das Ergebnis: Ein Urlaub, bei dem vor allem drückende Hitze, scheinbar endlose Warteschlangen und hohe Hotelpreise in Erinnerung bleiben.
28 August 2026
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Ganz anders sieht es dagegen im Oktober aus. Wer die wichtigsten Kennzahlen der Tourismusbranche vergleicht (Auslastung, Hotelpreise, Wetterbedingungen, Wartezeiten und kulturelles Angebot) sieht schnell: Der Herbst ist kein Trostpflaster, sondern vielmehr die eigentliche Hochsaison für ein erstklassiges Reiseerlebnis.
In welchen Orten der Herbst den Sommer weit hinter sich lässt, zeigt eine aktuelle, von der Hotelgruppe Accor durchgeführte Vergleichsanalyse:
Für den Index wurden europäische Metropolen in sechs Kernbereichen gewertet:
Im Juli wird Sevilla zum Backofen. Bei Temperaturen von oft über 40°C läuft das städtische Leben auf Sparflamme, und eine Besichtigung der historischen Altstadt in den Mittags- und Nachmittagsstunden wird zur körperlichen Belastungsprobe.
Die Ewige Stadt bei 38°C inmitten dicht gedrängter Menschenmassen zu besuchen, nimmt der Reise viel von ihrer Magie. Im Herbst hingegen erstrahlt Rom in ihrem legendären goldenen Licht, das von den Einheimischen seit jeher als die Tage der ‚Ottobrate‘ besungen wird:
Als beliebte Destination und wichtiger Anlaufpunkt für den Kreuzfahrttourismus in der Region ist Dubrovnik in den Monaten Juli und August völlig überlaufen. Die Marmorgassen der Altstadt verwandeln sich dann in Nadelöhre, durch die sich wahre Sturzfluten an Besuchern drängen.
Der Aufstieg auf den Akropolis-Felsen in Athen im Juli gleicht einem Spießrutenlauf: Die blendend helle Reflexion der Sonne auf dem Marmor, Temperaturen um die 37°C und Schließungen der Ausgrabungsstätte in den heißesten Stunden des Tages sorgen für Frust bei Besuchern.
Im Sommer drückt die Hitze im Kessel des Arno-Tals schwer auf Florenz, während Touristenmassen die berühmte Ponte Vecchio verstopfen. Im Herbst offenbart die Toskana dagegen ihr wahres Gesicht.
Oktober in Südeuropa bedeutet: goldenes Licht statt sengender Hitze, leere Gassen statt Menschenmassen, und Hotelpreise, die kein Loch in die Geldbörse reißen. Wer im Herbst reist, entdeckt zwar dieselben Städte, aber in ihrer besten Version.
Er bietet die perfekte Kombination aus milden Temperaturen (20°C–26°C im Süden), deutlich kürzeren Wartezeiten und spürbar günstigeren Hotelpreisen nach den Sommerferien.
Ja, in europäischen Großstädten läuft der Kulturbetrieb auf Hochtouren. Lediglich reine Sommerangebote wie Strandbäder oder Inselfähren reduzieren ihren Fahrplan.
In Küstenstädten wie Dubrovnik oder Athen liegt die Wassertemperatur im Oktober meist noch bei angenehmen 19°C bis 22°C.
Vor allem für Südeuropa. In Mitteleuropa gibt es Ausnahmen: München zum Beispiel hat Ende September/Anfang Oktober wegen des Oktoberfests Höchstpreise.
Ein Vorlauf von vier bis sechs Wochen reicht aus. Hotels sollten frühzeitig gebucht werden; Eintrittskarten für Museen sind oft noch kurzfristig vor Ort erhältlich.
Für den European Autumn Travel Index 2026 wurden 50 europäische Metropolen anhand von sechs Kernbereichen ausgewertet. Die Erhebung und Auswertung erfolgte zwischen Januar und Juni 2026. Alle Kriterien wurden gleichgewichtet in den Gesamtscore einbezogen.
KPI-Definitionen & Gewichtung
Gesamtscore: Gewichteter Mittelwert aller sechs Kriterien (je 16,7%), normalisiert auf einer Skala von 85 bis 95 Punkten.
Datenquellen: ECMWF, Booking.com, Expedia, OpenTable, TheFork, Google Maps, CLIA, nationale Tourismusorganisationen, kommunale Open-Data-Portale.
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