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Urbane Kunst in Berlin: Street Art & Co.

Ob gesprayt, plakatiert oder gemalt: Berlin ist bunt! In den 1980er Jahren gelangte „Street Art“ als facettenreiche Straßenkunst nach Berlin. Die Graffiti-Szene wurde nach dem Mauerfall maßgeblich vom Punk und Hip Hop geprägt. Während die Menschen in Berlin Street Art lange Zeit verpönt haben, empfinden viele die urbane Kunst heutzutage als etwas ganz Besonderes. Erfahren Sie, an welchen Orten der Stadt beeindruckende oder gar versteckte Street Art die Stadt schmückt.

Was ist Street Art?

„Street Art“ ist der Sammelbegriff für urbane Kunst im öffentlichen Raum und auf der Straße. Street Art ist weit mehr als nur Graffiti. Die urbane Kunst umfasst verschiedene Stilrichtungen und Techniken, wie unter anderem: 
  • Als Graffiti bezeichnet man Motive und Zeichnungen, die mit Spraydosen oder Pinseln und Farbe auf verschiedene Untergründe aufgetragen werden.
  • Von Bombing ist die Rede, wenn Street Art Künstler ihre Kunstwerke innerhalb kurzer Zeit an möglichst vielen Orten anbringen. 
  • Die Kürzel oder Pseudonyme der Künstler bezeichnet man als Tags – diese werden direkt unter den Werken oder alleinstehend angebracht.
  • Unter Murals versteht man aufwendige und großflächige Wandbilder, die sich häufig über ganze Häuserfassaden erstrecken.
  • Bei einer Décollage werden durch Abreißen der Schichten von Plakatwänden neue Street Art Werke geschaffen.
Street Art Kunstwerke entstehen oft auf spektakuläre und spontane Weise – in vielen Fällen mit Genehmigung, in einigen auch nicht. Urbane Kunst ist nicht unsterblich, sie lebt. Nicht selten werden die Werke überarbeitet oder verschwinden und tauchen in einer anderen Form und an einem anderen Platz wieder auf.
Urbane Kunst im Pullman Berlin Schweizerhof
© Mario Drescher

Urbane Kunst in ganz Berlin

Egal wohin man blickt, das Stadtbild wird von bunten Wandbildern, großflächigen Plakaten oder auffälligen Graffitis geprägt. Zahlreiche Street Art Künstler haben sich in verschiedenen Stadtteilen verewigt. Die wohl beliebteste Anlaufstelle in Berlin für Graffitis ist die „East Side Gallery“. Sie ist der längste noch sichtbare Überrest der ehemaligen Berliner Mauer. Dieses Street Art Kunstwerk umfasst etwa hundert bunte Zeichnungen von Künstlern aus aller Welt. Dabei verfolgen alle dasselbe Ziel: Urbane Kunst zu schaffen, die Frieden und Einheit nach dem Ende des Kalten Krieges verkörpert. 
Weniger touristisch aber genauso beeindruckende urbane Kunst finden Sie auch in anderen Stadtteilen Berlins. Das Pullman Berlin Schweizerhof bietet den idealen Ausgangspunkt für Ihren Streifzug durch die Stadt. Bereits hier können Sie erste Inspirationen sammeln: Im Eingangsbereich begrüßt Sie eine futuristische Kunstinstallation einer lebensgroßen Giraffe!
Street Art Berlin Mitte

Machen Sie sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour und finden Sie Street Art in Kreuzberg, Mitte oder Prenzlauer Berg. Jede Hauswand und freie Fläche wird hier zur Leinwand für urbane Kunst. Zu den außergewöhnlichsten Street Art Locations zählt das Haus Schwarzenberg in Berlin Mitte. Auch zwischen der Rosenthaler Straße und der Schönhauser Allee gibt es Werke bekannter Künstler zu bestaunen – unter anderem auch vom britischen Street Art Künstler Banksy. 
An der Grenze zu Kreuzberg finden die bunten Botschaften noch längst kein Ende. Ganz im Gegenteil: Sie treffen auf die meiste Street Art in Kreuzberg. Auch Eingangsbereiche von U-Bahnstationen, Innenhöfe oder ganze Häuserfassaden dienen als Leinwände. Beispielsweise ist ein riesiges Mural in der Oranienstraße zu bewundern: Diese urbane Kunst zeigt einen überdimensionalen gesichtslosen Astronauten. Hinter seinem Helm ist kein Gesicht erkennbar, nur eine schwarze Fläche. Auch diese Kunst in Berlin aus dem Jahr 2007 ist in Anlehnung an den Kalten Krieg entstanden. Eine ganze Hauswand nimmt der „Astronaut/Cosmonaut“ des Künstlers Victor Ash ein. 
Urbane Kunst mit Molecule Man

Urbane Kunst mitten in der Spree

Wie bereits erwähnt, muss urbane Kunst nicht zwangsläufig mit Graffitis zusammenhängen. Kennen Sie die „eisernen Drei in der Spree“? Hierbei handelt es sich um eine 30 Meter hohe Skulptur aus Aluminium: den sogenannten Molecule Man. Die imposante Wasserskulptur stammt von dem amerikanischen Bildhauer Jonathan Borofsky. Die in den Platten enthaltenen Löcher sollen Moleküle darstellen, aus denen alle Menschen bestehen. Der Molecule Man ist im Stadtteil Treptow zwischen Oberbaumbrücke und Elsenbrücke zu finden. Er markiert einen Schnittpunkt zwischen dem ehemaligen Ost- und Westberlin. Die zentrale Lage und tolle Aussicht auf die Treptowers lädt zu einem Spaziergang an der Spree ein – vor allem am Abend zu Sonnenuntergang.
Urbane Kunst mit Korkmännchen

Urbane Kunst auf Straßenschildern & Co.

Haben Sie schon einmal was von Korkmännchen oder auch Street Yogi gehört? Hierbei handelt es sich um kaum handgroße Figuren, die auf Straßenschildern, Ampeln oder Laternen installiert sind. Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie an vielen Orten der Stadt auf die Street Art Figuren treffen. Seit dem Jahr 2009 harren die Korkmännchen schon in ihren Positionen aus. Angeblich sind es mittlerweile schon über 1000 an der Zahl. Wer sich auskennt, entdeckt den hinabschauenden Hund, die Göttin oder eine Variation der Krieger-Pose. Die Street Yogi stammen vom Berliner Sporttrainer Josef Foos und sollen demjenigen, der sie entdeckt, Freude und Glück bringen.
Urbane Kunst in Berlin

Berlin ist alles andere als eintönig und grau: Berlin ist Vielfalt pur. Die urbane Kunst begeistert sowohl Kunstliebhaber als auch Neugierige, die Kunst in Berlin abseits der typischen Touristenpfade erkunden wollen. Es gibt noch viele unberührte Flecken, denen etwas Farbe wunderbar stehen würde. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie das nächste Graffiti oder Mural bei Ihrem Streifzug durch die Kunstmetropole?

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Auf gut Glück

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